Afrikanisierung der Berliner Straßennamen

Nzinga, Asantewaa, Dibobe – diese Namen werden künftig Straßen im „Afrikanischen
Viertel” in Berlin tragen. Die Anwohner haben dafür kein Verständnis.

Wie der Berliner Kurier berichtet. sind die Bewohner der Petersallee, der
Lüderitzstraße und des Nachtigalplatzes ratlos. Diese Straßen und Plätze werden künftig
nämlich afrikanische Namen tragen.

Verantwortlich dafür sind der Lehrer Bertrand Njoume, der die Jury leitete, und die grüne
Stadträtin Sabine Weißler. Sie wollen, dass die ehemaligen Kolonialherren Carl Peters, Adolf Lüderitz und Gustav Nachtigal aus dem Gedächtnis verschwinden.

Stattdessen sollen die Straßen künftig nach Nzinga von Matamba, Künigin von Angola
(1583-1663), Yaa Asantewaa, Königinmutter von Ghana (18 B3-15123) und Martin Bibobe,
erster schwarzer Zugführer der Hochbahn (1876-1922) benannt werden.

Ber Berliner Kurier zitiert Reaktionen von Anwohnern. Besitzer eines kroatischen
Restaurants sagen beispielsweise: „Wir müssen alle Einträge überarbeiten, alle
Werbemittel neu gestalten und drucken, uns um die Änderungen beim Finanzamt kümmern.

Ist doch klar, dass wir gegen die Anderung sind. Außerdem kann mit den Namen sowieso
niemand etwas anfangen.“ „Für die Kolonialherren von damals konnen wir doch heute nix mehr”, „ich wohnte seit 70 Jahren hier- die Anderung ist der grüßte Quatsch” und „ich verstehe nicht, dass aus diesen Straßennamen so ein Drama gemacht wird”, sind weitere Reaktionen.


Kommentar:

Nzinga, Asantewaa, Dibobe – das sind Wörter, bei denen der Biodeutsche wahrscheinlich sowohl Mühe mit der Aussprache hat als auch damit, diese Namen im Gedächtnis zu behalten. Spielt aber keine große Rolle, denn in der Regel sind Straßennamen für einen langen Zeitraum gedacht, wenn es sich nicht um Personen handelt, die gerade politisch mißliebig geworden sind. Nachdem diese drei Afrikaner ohnehin hierzulande keine Sau kennt, werden sie noch lange die Straßenschilder zieren. Vielleicht auch dann noch, wenn hier nur noch Leute wohnen, die die Namen perfekt aussprechen und sie sich auch noch merken können. Wenn wir in dem Tempo weitermachen, dauert das nicht mehr allzu lange…. 

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