Der Krieg in Syrien ist aus

Mit einem Rekord von 2,2 Millionen Besuchern ist am Wochenende die 59. Internationale Messe in Damaskus zu Ende gegangen. Der Westen des Landes, wo vor dem Krieg der größte Teil der Bevölkerung lebte, ist bereits in weiten Teilen seit Jahren friedlich. Syrien ist heute wieder ein sicheres Herkunftsland. Folgerichtig hat Präsident Baschar al-Assad bereits vor Monaten im Fernsehen die „Flüchtlinge“ dazu aufgerufen, zurückzukehren. Vernünftiger Weise würde man also erwarten, dass die Bundesregierung zumindest Vorbereitungen zur Rückführung der Syrer trifft, so wie es Merkel klar und deutlich versprochen hat. Jedoch ist das Gegenteil der Fall. Die Bundesregierung erwartet, dass im kommenden Jahr bis zu 390.000 Syrer ihre Angehörigen auf dem Weg des Familiennachzugs nach Deutschland holen. Wenn jeder Anspruchsberechtigte nur drei Personen nachholt, sind wir schon bei über einer Million. Und da sind die Anspruchsberechtigten aus  anderen Fluchtländern und die Flüchtlinge, die auch in 2018 zahlreich kommen werden, noch nicht mal dabei. Wo ist der Wohnraum für diese Menschen? Wer soll diese Zuwanderung in die Sozialsysteme bezahlen? So wie es aussieht, interessiert Merkel das Kriegsende in Syrien nicht. Daraus kann man nur den Schluss ziehen, dass sie überhaupt nicht die Absicht hat, die Bürgerkriegsflüchtlinge jemals wieder nach Hause zu schicken. Im Gegenteil, es werden noch mehr kulturfremde Menschen ins Land kommen. Da stellt sich schon die Frage, ob hier Pläne verfolgt werden, über die man das Volk im Unklaren lässt, zum Beispiel das UN – Resettlement Programm. Einen Hinweis darauf bietet die Internetseite der UN – Flüchtlingshilfe. Dort heißt es: “Neben Asyl, das nur einem Bruchteil von Flüchtlingen gewährt wird, bietet die dauerhafte Neuansiedlung in einem zur Aufnahme bereiten Drittland (Resettlement), eine Chance sich ein neues Leben in Frieden und Sicherheit aufzubauen.”  Es ist also eine dauerhafte Neuansiedlung geplant, unabhängig von der politischen Situation in den Flüchtlingsländern. Das wurde uns verschwiegen, und wir haben am 24. September an der Wahlurne die Möglichkeit, uns dafür oder dagegen zu entscheiden.

Michael Hartlmüller

 

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4 Gedanken zu „Der Krieg in Syrien ist aus

  1. Täusche ich mich, oder ist der “Krieg in Syrien” zunächst und vor allem ein Bürgerkrieg, also Aufstand gegen den Diktator Baschar al-Assad, der sich aufgrund der Machtansprüche verschiedener Fraktionen und insbesondere des “Islamischen Staates” zu einem Krieg mit der Einmischung von fremden Mächten (Russen und Amerikaner – letztere fehlen anscheinend nie, wo’s kracht) entwickelt hat? Solange also dieser Diktator solche Dinge sagen kann, ist wohl logischerweise auch der Krieg nicht beendet, außer die “Aufständischen” sind tot oder haben sich ergeben (wovon ich bisher keine Kunde habe). Außerdem glaube ich kaum, dass Flüchtlinge, die ja mit höchster Wahrscheinlichkeit eher zu den Gegenern der Regimes zu zählen sind, in einem solchen Fall leichten Herzens zurückkehren, ohne mit weiteren Verfolgungen usw. rechnen zu müssen… ich würde da schon warten, bis die deutschen Reiseunternehmen wieder Syrien auf dem Programm haben 😉

  2. Aha, der Krieg ist also aus. Herrn Hartlmüllers Scharfblick hat das vom heimischen Polstersessel aus einwandfrei erkannt. Es gibt keinen IS mehr in Syrien, keine Al-Nusra-Front, Kurden wie Regierungssoldaten haben Wüstenblumen in die Gewehrläufe gesteckt und in den zerbombten Städten wie Homs und Aleppo ist es schon wieder saugemütlich. Ein sichereres Herkunftsland gibt’s überhaupt nicht. Der Giftgas-Massenmörder Baschar al-Assad lädt zum Friedensfest und da sollen doch bittschön alle, alle kommen. Herr Hartlmüller meint’s jedenfalls. Mein Lieber, mein Onkel, mein Scholli! Und sowas will eine Alternative für Deutschland bieten!

    1. Herr Kitzinger, dann sind Deutschland, Frankreich, Belgien, Spanien, Schweden auch keine sicheren Länder. Hier schlägt der IS auch regelmäßig zu. Und diese Amris und wie sie alle heißen, kamen sogar als Flüchtling zu uns. Nach Ihrer Ideologie soll man halt Terroristen weltweit gleichmäßig verteilen, dann kriegt jeder etwas ab. Und diejenigen, die dort Heimaturlaub machen, dürfen die auch wieder kommen? Das größere Problem bei der Rückführung von Syrern wird sein, dass so viele ohne Pass gekommen sind und womöglich gar keine Syrer sind, aber wen interessiert das schon, gell Herr Kitzinger, Hauptsache sie sind da.

  3. Die Frage, ob in Syrien Friede oder Krieg herrscht, hat nichts mit irgendeiner “Ideologie” zu tun, die mir hier laufend angedichtet wird, sondern mit der Wahrnehmung von Realität. Die Frager, ob Syrien ein sicheres HERKUNFTsland ist, hat ein bisschen mit Assads Geheimdiensten, Foltergefängnissen und Massengräbern zu tun. Die sind keine bloße Ausdünstung von “Ideologie”.

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