Brief an Seehofer von einem enttäuschten CSU Wähler

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident und CSU Vorsitzender,

es ist schon verwunderlich, wie nach der, für Sie enttäuschenden, Bundestagswahl argumentiert wird. Landauf, landab, angefangen von den Kommunalpolitikern bis hin zu Bundespolitikern, wird fast „schnappatmend“ festgestellt, dass sich in unsere Gesellschaft ein Rechtsruck vollzog und mit der AfD eine „rechts populistische Partei“ in den Bundestag einzieht. Nein, Herr Seehofer, nicht die Wähler der AfD haben Ihre politische Meinung geändert, sondern Sie, Sie folgen mit Ihrer Politik einem katastrophalen Linksruck der Merkel Regierung und das wird vom mündigen, werteorientiertem Wähler nicht mehr akzeptiert. Diese Bundeskanzlerin verstößt gegen Recht und Gesetz zum Nachteil der deutschen Bevölkerung, das haben Sie mit Ihrem Vorwurf der „Herrschaft des Unrechts“ in 2016 richtig erkannt, aber in 2017 wollen Sie mit der so heftig kritisierten Frau, den Wahlkampf gewinnen. Ja, Sie haben die Wahl, wenn auch mit großen Verlusten gewonnen und sie wird wieder zur Bundeskanzlerin gewählt werden. Was sie aber verloren haben, ist das Vertrauen der Bürger und das werden Sie nicht wieder zurückgewinnen können, dafür sind die gemachten Fehler viel zu gravierend. Auch die jetzige Erkenntnis, „wir haben verstanden“ ändert nichts an der Tatsache. Denn Sie haben nichts verstanden von den Ängsten und Befindlichkeiten der breiten Bevölkerung. Diese Menschen sind keine sozial Abgehängten, keine Verlierer der Globalisierung und sie haben auch keine Angst vor der Digitalisierung, diese Menschen haben Angst vor der Islamisierung und das, wie wir leidvoll erfahren mussten, zu Recht. Diese Menschen haben jahrelang, vielleicht Jahrzehnte, genau wie ich die CSU gewählt in dem Glauben, einer konservativen Partei der Mitte, ihre Stimme zu geben. Dieser Platz, wird jetzt zunehmend von der AfD besetzt werden, denn deren Programm ist dem früheren CSU Programm ähnlich, nur, so hoffe ich, glaubwürdiger. Die bevorstehenden Koalitionsverhandlungen werden zeigen, wieviel CSU noch in der neuen Regierung steckt. Der Wähler wird das genau beobachten, noch mehr links/grün und Sie werden im nächsten Jahr bei der Landtagswahl Ihr blaues Wunder erleben und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Mit freundlichen Grüßen

(Name und Adresse bekannt), ehemaliger CSU – Wähler

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13 Gedanken zu „Brief an Seehofer von einem enttäuschten CSU Wähler&8220;

  1. Ja mein Gott na! Sie sind kein sozial Abgehängter, kein Verlierer der Globalisierung und haben auch keine Angst vor der Digitalisierung. Die Rente ist für Sie wohl auch kein Problem und darum braucht und hat die AfD ja auch kein Rentenkonzept. Der menschengemachte Klimawandel existiert für Sie ebenso wenig wie für Ihre Leib-und-Magen-Partei. Kann Ihnen während Ihrer Lebensspanne ja auch herzlich wurscht sein und in Simbach am Inn sind Sie wohl nicht zu Hause. Jobunsicherheit, prekäre Beschäftigung, hohe Mieten, Auseinanderklaffen der Schere zwischen Arm und Reich – alles kein Thema. Ja, weshalb dann Jammer und Enttäuschung? Wo drückt denn dann bloß der Schuh? „[D]iese Menschen haben Angst vor der Islamisierung […]“. Dass ich nicht lache! Wohnen Sie denn über einer Hinterhofmoschee, wo vermummte Gestalten mit Sprengstoffwesten aus und ein gehen? Hat Ihnen je ein Flüchtling oder ein Muslim auch nur ein Butterbrot weggenommen? Sie sind schlicht und einfach ein Wohlstandschauvinist – genau von jenem Typus, der in den 1960/70er Jahren gegen die „Gastarbeiter“ hetzte und der ab 1945 gegen die Flüchtlinge aus dem Osten Stimmung machte. Da kommen dann schon mal so Zeitgenossen hoch wie Franz Glasauer und Franz Schönhuber, so wie man heutzutage vielfach Björn Höcke, Alice Weidel und Bundesjägermeister Gauland für Politiker hält. Ob Sie allzu lange Ihre Freude an diesen Politikerdarstellern haben werden, wage ich zu bezweifeln.

    1. Herr Kitzinger, der Realitätsverweigerer! Solche Menschen wie Sie, sind mitschuld, dass unsere Enkelkinder keine Zukunft, in einem freien Deutschland, mehr haben

      1. Unsere Enkelkinder sollen keine Zukunft mehr haben, weil das wirtschaftsstarke Deutschland eine runde Million Flüchtlinge aufgenommmen hat? Das ist ebenso lächerlich wie wehleidig – im Übrigen auch völlig realitätsfern. Was sollen da Länder wie Griechenland oder Flüchtlingsaufnahmeländer außerhalb Europas sagen, die sich in einer weitaus schwierigeren Lage befinden? Unsere Enkelkinder werden einmal stolz daruf sein, dass sich Deutschland gegenüber Flüchtlingen weniger schäbig benommen hat als so manch anderes europäisches Land, vorausgesetzt wir vermitteln den Enkeln ein par wirkliche Realitäten, wie zum Beispiel, dass diese Welt nicht einfach bloß für Egoismus und Ellbogenmentalität geschaffen ist, dass sie vielmehr in Gefahr ist DARAN zu Grunde zu gehen.

      1. OK, wir haben es alle verstanden – Mathe ist nicht Ihre Stärke, da sollten Sie dann aber nicht einfach so willkürlich mit Zahlen um sich werfen, ohne jegliche Erklärung…

  2. Im Gegensatz zu Ihnen, Herr Kitzinger, habe ich ich in meinem Leben viele Jahre im sogenannten “Mittleren Osten” beruflich aufgehalten. Ich habe also mit den Menschen dort gearbeitet und lernte sie so wohl definitiv besser kennen, als Sie, der Sie Ihr Weltbild offensichtlich aus irgendwelchen Lektüren von Autoren speisen, die ihr “Wissen” aus weiteren Lektüren und vielleicht der einen oder anderen Urlaubs- oder Studienreise herleiten.
    Die Macht, die Menschen aus diesen Bereichen innewohnt, verdankt ihre Kraft und ihre Gefährlichkeit der an ihnen von Kindesbeinen an zugekommenen Dressur. Den Begriff Dressur sollten Sie genau so verstehen wie er es aussagt, als Dressur im pawlowschen Sinne.
    Es ist eine Tatsache, dass in diesem “Mittleren Osten” Millionen von Menschen umgekommen sind. Davon ist aber der kleinste Teil durch die USA und deren Verbündeten verursacht. Im ganz entscheidenden Maße habe die Menschen sich gegenseitig umgebracht. Umgebracht, weil sie Sunniten, Schiiten, Aleviten etc. waren. Der eigentliche gemeinsame Feind spielte dabei gar keine Rolle mehr.
    Allein diese Tatsache sollte eigentlich bereits genügen, das Bild, das zu zeichnen Sie sich bemühen, zumindest zu überdenken.
    Es muss auch darauf hingewiesen werden, dass eine Integration prinzipiell von denen abgefordert werden muss, die sich integrieren sollen. Erzwingen aber kann man das nicht. Diese Menschen müssen sich aus ureigenen Beweggründen, als aus sich selbst heraus, integrieren wollen.
    Das zu erwarten, wenn man den stetigen Zuzug von Imamen etc. zulässt, die das genaue Gegenteil einer Integration, die nun mal eben nicht im Interesse dieser Imame liegt und auch aus religiösen Gründen nicht liegen kann, ist mehr als naiv. Es ist infantil.

    1. Sehr geehrter Herr Jacques, ich kann zwar keinen jahrelangen Aufenthalt im Mittleren Osten aufweisen, gehen Sie aber bitte davon aus, dass ich Muslime hierzulande oder in der Türkei, aus Syrien, Ägypten, Somalia und Afghanistan nicht bloß aus Buch und Zeitung, sondern auch aus persönlichem bzw. beruflichem Umgang kenne. Auch hatte ich jahrelang eine türkische Familie als gute Nachbarn. Was Imame betrifft, so gewann ich die in Ihren Augen vielleicht infantile Erkenntnis: Da gibt’s solche und solche, wie bei unseren Pfarrern auch. Es wundert mich schon, dass Sie aus dem Mittleren Osten vor allem die “Erkenntnis” mitbringen: Muslime sind im pawlowschen Sinne dressiert. Sie haben Imame bei sich und sind deshalb unintegrierbar. Kurz: Muslime sind unser Unglück. Soll ich das als Erwachsenen-Sicht respektieren? Was nun die im Mittleren Osten – Gott sei’s geklagt – umgekommenen “Millionen von Menschen” betrifft, sollten wir da nicht doch auch mal schnell die europäische und amerikanische Geschichte des 20. Jahrhunderts Revue passieren lassen? Man könnte daraus immerhin den Schluss ziehen: Pauschale Verdächtigung, Herabsetzung und Anfeindung bringen nichts Gutes.

    2. Ein Beitrag, der die Theorien von Pawlow (zumindest) bei Ihnen bestätigt: es genügte ein wenig “Duft von Kebab/Knoblauch” ohne besonders auf “den ewigen Flüchtling” einzugehen – und schon fahren Sie voll darauf ab und lassen alle anderen, viel wichtigeren Argumente einfach beiseite…

      “Es ist eine Tatsache, dass in diesem “Mittleren Osten” Millionen von Menschen umgekommen sind. Davon ist aber der kleinste Teil durch die USA und deren Verbündeten verursacht. Im ganz entscheidenden Maße habe die Menschen sich gegenseitig umgebracht.”

      Ich würde sagen, diese Menschen haben sich sicher im entscheidenden Maße gegenseitig umgebracht, aber die URSACHEN sind GRÖßTENTEILS bei den Siegermächten des 1. und 2. Weltkriegs und später bei den USA und ihren Verbündeten zu suchen (bis heute gilt das!). Und wenn Sie sich dort “beruflich aufgehalten” haben, dann müssten gerade Sie das sehr genau wissen, aber man blendet eben gerne Fakten aus, die nicht in das neue Weltbild passen, auch wenn man sich gerne als mündigen und wertorientierten Wähler darstellen möchte…

      1. Herr Wolf, dass die Siegermächte des 1. und 2. Weltkriegs nicht nur positiven Einfluss auf den Nahen Osten hatten ist wohl unumstritten. Die Ursache für die internen blutigen Streitereien, Kämpfe und Kriege sind sie dagegen nicht. Die gab es schon lange vor dem Islam zwischen Stämmen und den in der Region herrschenden Reichen seit über 3000 Jahren.
        Der Islam und die rasch folgende Spaltung in Sunniten und Shiiten hat das zusätzlich verschärft. Unter den monotheistischen Religionen ist der Islam diejenige mit dem rigidesten Absolutheitsanspruch. Ich nenne nur ein Beispiel: Mohammed ist laut Mohammed der letzte, der endgültige Prophet. Klar, dass jeder, der Veränderung, Anpassung, Erneuerung, Reform, Modernisierung in den Islam tragen wollte oder es heute versucht, als falscher Prophet, als zu beseitigender Ketzer angesehen wird. Mit dieser Einstellung als Fundament nimmt es kein Wunder, dass sich innerhalb des Islam Auseinandersetzungen auch ohne das Zutun von außen zwangsweise ergeben.

        1. Sind Sie wirklich der Meinung, die Konflikte im Mittleren Osten spielten sich primär auf der Religionsebene ab? Was hat zum Beispiel der Kurdenkonflikt mit Mohammeds Prophetenstellung zu tun?

        2. Lieber Herr Kaiser, Ihre Formulierung, nach der unumstritten sei, dass “die Siegermächte des 1. und 2. Weltkriegs nicht nur positiven Einfluss auf den Nahen Osten hatten” ist vollkommen inakzeptabel (oder nennen Sie mir doch ein Beispiel des positiven Einflusses – etwa die Entstehung Saudi Arabiens?!) und Ihr “Ausflug” in eine Geschichte von 3000 Jahren der Region spiegelt doch nur die “kriegerische Geschichte” aller Regionen der Welt wider (oder wo haben sich die Menschen nicht schon immer gegenseitig die Köpfe eingeschlagen – ganz ohne Mohammed übrigens – ?).
          An Ihrem Beispiel über Mohammed (den übrigens alle Muslime haben, und der foglich wohl eher KEINEN Grund für Auseinandersetzungen darstellt) sieht man ja auch, wie einfach Sie es sich in Ihrem Urteil machen: Die übelsten Fundamentalisten (die Saudis) haben eben den Frauen ermöglicht, Auto zu fahren – und, wo bleibt der Aufstand unter den veränderungsfeindlichen Muslimen? Wenn man aber religöse, ethnische und sonstige (Bevölkerungs-)Gruppen durch willkürliche (weil von außen kommende) Entscheidungen trennt und in verschiedene Staaten steckt, Grenzen einfach zieht, wie man lustig ist, Herrscher von außen bestimmt, ohne besondere Rücksicht auf die Clanstrukturen usw. schafft man sämtliche Voraussetzungen für schwelende Konflikte…

  3. Jeder Juniorpartner in Merkel-Germania war und ist verloren und wird weiter verlieren. Auch Seehofer war, ist und bleibt ein Juniorpartner, wenn sich nicht die CSU mit Krach und Knall von der umklammernden Merkel-Mania löst. Denn die dahinter agierenden geopolitischen Marionettenspieler sind uns heute unbekannt. Zu clandestinen Geheimdienstkreisen hat keiner hier Zugang. Was mir zu denken gab, waren und sind Schriften des Russen von Nikolai Starikow, der Hitlers Zeit von 1919 bis 1945 beschreibt. Sein Buch ist in frei als PDF zu laden, verlinkt in meinem Blog.

    Und Starikows Buch über “längst vergangene Zeiten” lässt mich über Merkel heute anders denken und schreiben.

    Wer die Ausführungen von Starikow über Hitler und Stalin liest, den faszinieren dessen Gedanken über geopolitische Planspiele zur Aufteilung der Welt, ihren Rohstoffen – ohne Rücksicht auf die Bevölkerung.

    Der Geburten-Dschihad schafft einen Bevölkerungsdruck, der aus dem Maghreb wie aus südlichen Sahara-Staaten wie aus einem Überdruckventil in alternde Staaten von Europa, egal ob vereinigt oder zerstritten, entweicht.

    England versucht mit dem Brexit seine Grenzen zu sichern. Merkel-Germania macht das Gegenteil. Ob Bayerns Drehhofer die Merkel-Mania mit ihrer Hitparade der zehn, hundert, tausend besten Hetzer im Land, die Millionen in Reih und Glied bringen, Widerstand und Licht am Ende des Tunnels per OBERGRENZE durchbringt, wir werden sehen.

    Geopolitisch werden “befreundete” Alliierte ebenso eine Zerschlagung und Schwächung des alternden Resteuropas befördern, wie es gelungen ist, Staaten wie Libyen, den Irak und weitere auf ihrer Liste zu zerschlagen.

    Das wunderbare Buch von Starikow findest Du als freien PDF-Download verlinkt in meinem Blog, sehr zu empfehlen, es zu nutzen.

    http://n0by.blogspot.de/2017/10/starikow-zu-hitler-und-stalin-von.html

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