CDU Parteitag: Delegierter redet Klartext mit Merkel

Zum ersten Mal seit dem Scheitern der Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Koalition stellt sich Angela Merkel der Parteibasis beim Landesparteitag der CDU Mecklenburg-Vorpommern in Kühlungsborn ihrem Heimatverband. Wie es jetzt weitergehe, wisse sie nicht.
Nach der Rede Merkels kam es zum Eklat, als der Delegierte Wolfgang Grieger den Rücktritt Merkels forderte. “Zwölf Jahre Energiepolitik – eine Farce. Verteidigungspolitik desaströs.” Auch die Sozial- und Familienpolitik sei niederschmetternd. Merkel regiere nach Gutsherrenart.
“Heute ist der Tag, an dem wir sagen müssen: Die Kaiserin hat keine Kleider an – sie ist nackt.” Noch nie sei ein Kanzler so “machtgeil und unpatriotisch” gewesen, sagte Grieger. Die anderen Delegierten reagierten mit großem Unmut auf diesen Beitrag.
Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) sagte, gegen eine lebhafte Diskussion sei nichts einzuwenden. Aber mit seiner Wortwahl habe sich Grieger selbst disqualifiziert.

 

Kommentar

Jetzt wissen wir es also genau: Wenn man in Deutschland die Wahrheit sagt, disqualifiziert man sich.

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