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Merkel an der Tankstelle

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Jeder kennt die Situation: Man ist an der Tankstelle und will den Tank möglichst voll machen, weil man noch weit zu fahren hat. Und dann ist es passiert: War wohl ein bißchen zuviel des Guten, das Benzin schwappt heraus, ergießt sich über die Tanköffnung und läuft über den Lack runter auf den Boden. Peinlich, peinlich…

Man sieht sich verstohlen um, ob die anderen die eigene Blödheit bemerkt haben und sucht sich Papiertücher, um die Misere wegzuwischen.

Was war passiert? Sie ahnen es sicher schon, der Tank war voll. Man kann dazu Fassungsvermögen oder auch Obergrenze sagen.

Also, Zapfpistole wieder an der Säule einhängen,  Tankdeckel zu und alles in Ordnung bringen. So machen es Menschen mit einem gesunden Hausverstand.

Aber es gibt Leute, die sagen, es gibt keine Obergrenze. Obwohl das Benzin schon rausläuft, wird weiter fleißig getankt, den Zufuhrgriff am Anschlag. In Strömen ergießt sich das Benzin aus dem vollen Tank, ein Teil versickert im Boden.

Sie wissen schon, worauf ich hinaus will oder? Und sagen: Man kann Deutschland nicht mit einem Auto und Menschen nicht mit Benzin vergleichen. Menschen versickern nicht. Oder etwa doch?

Doch! (siehe weiter unten) ***

Jetzt würde jeder vernünftig Mensch den Zufuhrhebel der Zapfpistole loslassen und den Tankdeckel zumachen. Aber natürlich nicht jene, die das Auto schrotten wollen. Keine Obergrenze heißt das Mantra der Tankfüller Merkel, Gabriel und Konsorten, auch wenn sich weiterhin das Benzin aus dem vollen Tank ergießt. Als Kompromiß bieten sie an, den Zufuhrhebel nicht mehr bis zum Anschlag, sondern nur noch halb zu ziehen. Wir müssen uns bemühen, den “Zustrom reduzieren” erklären sie verständnisvoll.

Also können wir die Hoffnung haben, dass sich das Benzin nicht mehr in Sturzbächen aus dem Tank ergießt, sondern nur noch in einem kräftigen Schwall. Der Lack wird das nicht aushalten und die Brandgefahr durch das auslaufende Benzin wird jeden Tag größer. Aber was spielt das für eine Rolle, wenn man das Auto schrotten will? Man muß nur zusehen, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen, wenn der ausgelaufene Sprit Feuer fängt…

 


***
  • Tausende Flüchtlinge tauchen noch vor der Registrierung in NRW unter, bisher nur zehn Prozent der Flüchtlinge mit Fingerabdrücken registriere. In Zügen aus Bayern ist gerade die Hälfte der Asylbewerber identifiziert. Ein Zug aus München fuhr dem Bericht zufolge mit 800 Flüchtlingen aus Eritrea, den Balkan-Staaten, Indien und Bangladesch los – am Ankunftsort Dortmund waren nur knapp die Hälfte an Bord.
  • Pro Woche entziehen sich in Brandenburg mehrere Hundert Flüchtlinge der Registrierung. „Sie sind schlicht irgendwann nicht mehr da”, sagte ein Ministeriumssprecher.
  • Aus den Notunterkünften der Kommunen in Niedersachsen sind Mitte Oktober etwa 700 Flüchtlinge abgetaucht.
  • 580 Flüchtlinge verließen Ende Oktober ohne Registrierung das Camp Shelterschleife bei Erding in unbekannte Richtung, wie der „Münchner Merkur“ berichtete. „Mehr als jeder zweite Flüchtling scheint einfach verschwunden zu sein“, schrieb das Blatt.

“Die Flüchtlinge verschwinden, weil die Behörden bereits die Kontrolle verloren haben”, meint der Migrations-Experte Jochen Oltmer von der Universität Osnabrück

(Dies ist nur eine Auswahl von Beispielen, die das online Magazin Focus recherchiert hat.)


 

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