Hat die Beitragserhöhung der Krankenkassen mit den Flüchtlingen zu tun?

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Die Zahl der arbeitslosen Hartz-IV-Bezieher aus Krisengebieten ist im Zuge der Flüchtlingskrise kräftig gestiegen. Wie die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf eine Auswertung der Bundesagentur für Arbeit berichtet, hat sich die Zahl der erwerbslosen Hartz-IV-Empfänger aus den Asylzugangsstaaten bis September 2015 binnen eines Jahres um 20 Prozent erhöht. Derzeit bekommen 160.000 Menschen aus Krisenstaaten Hartz IV.

Einen Anspruch auf Hartz IV haben Flüchtlinge, wenn ihr Asylantrag anerkannt ist und sie keine Arbeit finden.

Bei Menschen aus afrikanischen und arabischen Ländern ist die Zahl der Arbeitslosen stärker gestiegen als in Vergleichsgruppen. Aus Syrien suchen im Vergleich zum Vorjahr doppelt so viele Menschen einen Job.

Grundsätzlich sind ALG-II-Beziehende (Hartz IV ) über die Bundesagentur für Arbeit in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Die Agentur überweist den Kassen pro Person einen pauschalen Beitrag von 125 Euro sowie 15 Euro für die Pflegeversicherung.

Dazu kommt noch ein Zusatzbeitrag von durchschnittlich 0,9%.

Kommentar: Man braucht kein Versicherungsmathematiker zu sein um zu wissen, dass das für die Kassen kein sehr gutes Geschäft ist. Hier dürfte auch einer der Gründe für die Erhöhung der Kassenbeiträge zu suchen sein. Und das ist erst der Anfang, denn die meisten Flüchtlinge, die heuer kommen werden

  1. Ein Bleiberecht bekommen
  2. Keine Arbeit finden
  3. Hartz IV beziehen
  4. und damit den Krankenkassen mehr kosten als die Beiträge einbringen

Zitat aus der WELT vom 30.09.2015:
Bundesagentur-Vorstandsmitglied Raimund Becker geht davon aus, dass rund 90 Prozent der anerkannten Flüchtlinge zunächst auf Hartz IV angewiesen sein werden.

Schauen wir mal, wie sich das dann auf die Beiträge auswirkt…

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1 thought on “Hat die Beitragserhöhung der Krankenkassen mit den Flüchtlingen zu tun?

  1. Letztendlich wird man nie erfahren, ob die Erhöhungen tatsächlich aus diesem Grund erfolgen, jedoch wird man sich nach alternative Krankenkassen bemühen, bei denen die Beitragssätze nicht weiter ansteigen.

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