„Eine friedliche Silvesternacht“

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Es gehört schon ein gerüttelt Maß an Chupze oder Frechheit dazu, wenn Frau Sonja Seymour Mikich vom WDR ihren Kommentar im heute-journal vom 5. Jan. mit dem Satz einleitet: „Auch ich habe in Paris und in London schon solche Übergriffe erlebt, aber wohlgemerkt, es waren Einheimische“. So versucht sie schon zum Eingang in Zweifel zu ziehen, dass es sich bei den Tätern in Köln um Nordafrikaner oder Araber handelte, obwohl alle bisherigen Aussagen darauf hindeuten.

Es ist der durchsichtige Versuch, die offensichtliche Schuld von Flüchtlingen unter dem Vorbehalt der Unschuldsvermutung in Frage zu stellen, denn es kann nicht sein, was nicht sein darf. Da leben in Köln seit Jahrhunderten Menschen und feiern seit geraumer Zeit den Jahreswechsel friedlich am Dom- und Bahnhofsplatz. Und heuer ist es erstmals zu massenhaften sexuellen und räuberischen Übergriffen bis hin zur Vergewaltigung gekommen, was zu über 90 Anzeigen geführt hat. Und das soll nichts mit den hunderttausendfach zugewanderten Ausländern zu tun haben?

Wie verhöhnt muss sich denn die Kölner Bevölkerung vorkommen, wenn man sie angesichts der erdrückenden Aussagen der betroffenen Frauen nicht generell freisprechen will. Und wie müssen sich diese Frauen verarscht fühlen, wenn man ihnen durch die Oberbürgermeisterin nun empfiehlt, sie sollten künftig von männlichen Passanten doch einen Abstand von einer Armlänge einhalten.

Wer muss denn nun eigentlich sein Verhalten ändern, anscheinend nicht die Flüchtlinge, sondern im Sinne der uneingeschränkten Willkommenskultur die hiesige Bevölkerung. Jetzt sind also wir wahrscheinlich schuld, weil wir diese Typen zum Grabschen und Stehlen provoziert haben, geht es eigentlich noch perverser oder ist das genau die Entwicklung, die so viele besorgte Bürger erwarten und befürchten.

Warum die Polizei nichts bemerkt haben will von diesen Vorfällen und warum sie in ihrem Bericht von einer „friedlichen Silvesternacht“ spricht, wird wohl immer ihr Geheimnis bleiben. Ihr Präsident fühlte sich in der Presskonferenz jedenfalls veranlasst, mehrfach darauf hinzuweisen, des es keinesfalls tausend Täter waren. Das war ihm offenbar sehr wichtig.

Angesicht einer solch vermaledeiten Behandlung dieses Themas durch die heute-Radaktion passt es nur noch dazu, dass Klaus Kleber den Bericht mit der Bemerkung abschloss, die Polizei habe keine Hinweise und schon gar keine Beweise dafür, dass es sich bei den Tätern um Migranten handele. Ob er sich da nicht noch korrigieren muss.

Lisa, die Blattlaus

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