Schandtaten oder Hilfeschreie ?

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In diesen Tagen haben die Medien wieder alle Hände voll zu tun, müssen doch die Ursachen fuer die Übergriffe und die Gewaltakte aufgearbeitet werden, die sich in Sachsen zugetragen haben. Dabei läuft es immer nach dem gleichen Muster ab. Zunächst werden die Schuldigen im Lager rechtsextremer Nazis ausgemacht. Danach wird die Politik, bevorzugt die konservative, vorgeführt und schließlich sucht man noch Angriffsflächen bei der Polizei.

So musste sich ein Vertreter der Polizei im Morgenmagazin gegenueber Anna Planken dafür rechtfertigen, dass die Beamten nicht die Demonstranten vor dem Bus in Clausnitz vertrieben haben (Demonstrationsrecht, wenn kuemmert’s), sondern die Fluechtlinge aus dem Bus in Sicherheit gebracht haben. Dabei konnte einer der endlich die Freiheit geniessenden Jugendlichen trotz langen Zuredens nicht dazu bewogen werden, den Bus freiwillig zu verlassen. Als ein Polizist schließlich Zwang anwendete, wurde er dabei gefilmt und nun muss er mit der Einleitung eines Disziplinarverfahrens rechnen. Geht’s noch?

Die Moderatorin sprach uebrigens nur noch von verschiedenen Fingern, die die Flüchtlinge zeigten (der ursprünglich genannte Stinkefinger wäre politisch unkorrekt) und dass es ein falsches Signal wäre, wenn jetzt gegen diejenigen Asylbewerber ermittelt würde, die den Beamten den Stinkefinger zeigten.

Der OB von Bautzen soll sich für die ganze Stadt schämen (Generalverdacht) und der Ministerpräsident für das ganze Land Sachsen, das von der Hamburger Morgenpost als Schandfleck unter den Bundesländern bezeichnet wurde.

Es wurde also wieder die Schuld und die Ursache ausschließlich und kollektiv bei den “Rechten” gesucht und nur da gefunden. Niemanden interessieren andere mögliche Gründe oder Motive, die diesen Ereignissen zugrunde liegen könnten. Niemand fragt danach, es könnten ja die “falschen” Antworten kommen.

Die Blattlaus ist weder Psychologe, noch Soziologe oder Kriminologe, aber eines weiss sie, niemand verübt solche Taten aus Jux und Tollerei. Könnte es nicht sein, dass einfach bei vielen Bürgern die schiere Zahl der Flüchtlinge das Fass zum Ueberlaufen bringt und die Angst vor Überfremdung, vor Beeintraechtigung unserer Sicherheit und Ordnung und vor einer Verschlechterung der Zukunft unserer Kinder und Enkel manche zu solchen Handlungen führt?

Vie!leicht ist für manche der unaufhörliche Zuzug unerträglich geworden und man moechte oder kann diesem Treiben nicht mehr tatenlos zusehen, wenn die Sorgen und Aengste der Buerger weder von Politik noch von Medien aufgegriffen werden, wenn alles lamentieren, demonstrieren und protestieren nicht einen Funken daran aendert, dass täglich tausende in unser Land strömen.

Vielleicht wollen Bürger mitbestimmen, mit wem sie in Zukunft zusammenleben wollen und ihr Land nicht in einer Weise verändern lassen, wie es nur manchen sturen Willkommensbesoffenen gefällt. Vielleicht sind dann diese gewaltsamen Ausuferungen nur hoffnungslose Hilfeschreie, nicht mehr, aber auch nicht weniger!

Diese Versuche einer Erklärung sollen nicht als Rechtfertigung oder Entschuldigung verstanden werden. Brandstiftung ist eine verabscheuungswürdige Straftat, die mit aller Härte des Gesetzes bestraft werden musss. Aber die Frage, was jemanden dazu treibt, muss erlaubt sein.

Name und Adresse sind der Redaktion bekannt.

 

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