Über 73% der Flüchtlinge kriminell?

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Es vergeht kaum ein Tag an dem nicht von Straftaten von Flüchtlingen in Deutschland berichtet wird. Bürgerwehren werden gegründet, die Politik plant die Polizei personell massiv zu verstärken, zusätzlich schaffen verschiedene Kommunen freiwillige Ordnungsdienste um die Sicherheit der Bevölkerung zu erhöhen. Das Polizeipräsidium Karlsruhe gründet, wie auch schon zuvor in anderen Bundesländern geschehen, eine „Ermittlungseinheit gegen (besonders) straffällige Flüchtlinge“.

Ich frage mich, ob all die Maßnahmen notwendig sind, wo doch an anderen Stellen die Situation viel harmloser dargestellt wird und die Problematik der Straftaten nur auf wenige bezogen wird?

Jene die behaupten, dass die Kriminalität der Flüchtlinge diese Maßnahmen notwendig machen, werden oft als rassistisch und fremdenfeindlich bezeichnet. Andere, die sagen, dass die Flüchtlinge nicht krimineller sind als wir Deutsche, gelten als weltfremd und naiv.

Daher ist es kaum möglich hierzu eine Meinung zu vertreten ohne in die eine oder andere Ecke gestellt zu werden.

Um der Wahrheit auf die Spur zu kommen bleibt eigentlich nur eine Möglichkeit. Die Mathematik! Denn Mathematik ist nicht rechts oder links, auch nicht naiv oder rassistisch.

Also nehmen wir folgende Zahlen und Informationen als Grundlage für die weiteren Berechnungen: Bevölkerung Deutschland (2014): 81,2 Millionen, Gesamtzahl Straftaten (2014): 6.082.064 Daraus folgt: Kriminalitätsrate der in Deutschland lebenden Bevölkerung = 7,49%

Flüchtlinge (2015): 1,1 Millionen, erfasste Straftaten durch Flüchtlinge (2015): 208.344 Daraus folgt: Kriminalitätsrate^) der Flüchtlinge = 18,94%

Die Berechnung der Kriminalitätsrate(i) ist jedoch nur gültig, wenn alle 1,1 Millionen Flüchtlinge zum 1.1.2015 eingereist wären. Jedoch wissen wir, dass die Masse der Flüchtlinge erst in der zweiten Jahreshälfte eingereist ist.

Somit können die Flüchtlinge erst ab dem tatsächlichen Einreisezeitpunkt in der Berechnung berücksichtigt werden. Diese waren wie folgt: Januar bis Juli 302.000, Aug. 112.000, Sept. 163.000, Okt. 181.000, Nov. 207.000, Dez. 135.000 Flüchtlinge. Berechnet man mit diesen Zahlen (die Flüchtlinge von Jan. bis Juli wurden mit einer Anwesenheit von 8,5 Monate berücksichtigt) die Kriminalitätsrate, beträgt die

Kriminalitätsrate(2) der Flüchtlinge = 51,33%.

Nun ist es so, dass bei den durch die Flüchtlinge begangenen 208.344 Straftaten, die Straftaten aus den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Bremen und Hamburg nicht berücksichtigt sind. Somit muss die Berechnung weiter „verfeinert“ werden. Laut der Internetseite der NRW SPD Fraktion sind im Jahr 2015 330.000 Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen eingereist. Wenn man diese 330.000 Flüchtlinge entsprechend dem „Einreiseschlüssel“ (siehe oben) aufteilt, und dann diese tatsächlich relevante Flüchtlingszahl für die Berechnung der Kriminalitätsrate berücksichtigt, kommt man auf die tatsächliche Kriminalitätsrate(3) der Flüchtlinge = 73,32%.

Mir schien die Kriminalitätsrate der Flüchtlinge von 73,32%, gegenüber der „deutschen Kriminalitätsrate“ von 7,49% als unglaublich hoch. Ich habe diese Berechnung von verschiedenen Leuten überprüfen lassen. Das Ergebnis ist, dass die Berechnungen richtig sind. Wie schon gesagt, die Mathematik ist weder rechts noch links. Dies ist auch keine „angepasste“ Statistik, sondern nur einfache Mathematik. Ich habe die Berechnung oben beschrieben, damit jeder diese überprüfen kann.

Ich gehe davon aus, dass alle Maßnahmen der Behörden, um der Flüchtlingskriminalität entgegen zu treten, zwingend notwendig sind. Leider sind meines Erachtens alle eingeleiteten Maßnahmen sinnlos, wenn nach der Aufnahme der Anzeige die Straftäter wieder in Ihre Unterkünfte entlassen werden. Die Maßnahmen werden nur dann abschreckende Wirkung zeigen, wenn die Strafe (Gefängnis oder Abschiebung) unmittelbar erfolgt. Zusätzlich muss der politische Wille aller Parteien, welche in den Parlamenten von Bund und Länder vertreten sind, hinter diesen Maßnahmen stehen und die entsprechenden Gesetze bedingungslos anwenden. Gleichzeitig muss eine drastische Reduzierung der Flüchtlingszahlen erfolgen.

Die Schaffung von „polizeilichen Ermittlungseinheiten gegen (mehrfach) straffällige Asylbewerber“ ist mit Sicherheit nur ein Anfang für viele weitere wichtige und unpopulären Maßnahmen, welche notwendig sind um die Kriminalitätsrate auf ein normales Maß zu reduzieren, sowie die Flüchtlingszahlen drastisch zu senken.

Leider sehe ich in den derzeitigen Regierungsparteien niemand, der den Willen hat, die Flüchtlingskrise entsprechend dem Willen der großen Mehrheit der deutschen Bevölkerung und unseren europäischen Nachbarn zu lösen.

(Beitrag von Martin Ochs)


Quellen:

BNN- Artikel

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/2861/umfrage/entwicklung-der-gesamtbevoelkerung-deutschlands/

http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/2015/pks-2014.pdf;jsessionid=EFDF43BA04674A1AE6A1093241480311.2_cid287?__blob=publicationFile

http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/2015/pks-2014.pdf;jsessionid=EFDF43BA04674A1AE6A1093241480311.2_cid287?__blob=publicationFile

https://www.spd-fraktion-nrw.de/themen/fluechtlinge_stand_25_februar_2016.html

http://www.welt.de/152321736

http://www.welt.de/150135731

https://www.spd-fraktion-nrw.de/themen/fluechtlinge_stand_25_februar_2016.html

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