Abschiebung: Türkei läßt Deutschland auflaufen

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Berlin – Weil die Türkei die Landeerlaubnis für eine Chartermaschine nach Istanbul verweigerte, wurden 40 zum Teil straffällig gewordene Männer wieder auf freien Fuß gesetzt.

Nach BILD-Informationen brachten Berliner Polizisten am Dienstagvormittag die Ausreisepflichtigen zum Airport. Von dort aus sollten sie mit sogenannten „Personenbegleitern Luft“ der Bundespolizei außer Landes geflogen werden.

Mindestens 80 Beamte waren in ganz Berlin im Einsatz, um die Betroffenen abzuholen. Darunter Männer ohne Bleiberecht, aber auch verurteilte Straftäter, denen die Duldung entzogen wurde.

„Die Polizisten haben diese Personen teilweise unter Einsatz ihres Lebens zum Flieger gebracht“, sagt ein beteiligter Beamter. Denn viele wehrten sich. „Es ist frustrierend, dass die dann wieder laufen gelassen werden.“

Laut Bundespolizei sollte die Maschine um 11.15 Uhr abheben. Dazu kam es aber nicht, „da eine Landeerlaubnis seitens der Türkei nicht erteilt wurde“, sagt Tino Brabetz, Sprecher der zuständigen Senatsverwaltung für Inneres. „Trotz weiterer intensiver Bemühungen der Bundespolizei gab es keine Erlaubnis zur Landung.“

Nach mehreren Stunden entschied die Bundespolizei, die 40 Männer gehen zu lassen. Ein Sprecher: „Für die Unterbringung im Gewahrsam bedarf es eines richterlichen Beschlusses. Liegt dieser nicht vor, können wir die Menschen nicht festhalten.“

Allerdings wurden vorher noch BVG-Fahrkarten an sie verteilt, damit keiner beim Schwarzfahren erwischt wird. Warum die Türken die Maschine nicht ins Land lassen wollten, bleibt offen. Auf BILD-Nachfrage wollte sich die türkische Botschaft nicht äußern. Laut Innenverwaltung bleiben alle Betroffenen aber weiter ausreisepflichtig und müssen „mit einer Abschiebung rechnen“.

Der an dem Einsatz beteiligte Polizist: „Ein Witz! Die Leute sind doch längst abgetaucht, weil sie nun wissen, dass sie abgeschoben werden sollen.“

Kommentar: Im Schnitt kostet eine Abschiebung 5.500 Euro. Durch die Verweigerung der Landeerlaubnis durch die türkischen Behörden ist der Bundesrepublik Deutschland ein Schaden in Höhe von 220.000 Euro entstanden, ganz zu Schweigen von den teilweise straffälligen Ausweisepflichtigen, die jetzt allesamt untertauchen werden. Bei der Aktion der Türken dürfte es sich um eine weitere “Strafmaßnahme” wegen des Beschlusses des Bundestag, den Völkermord der Türken an den Armeniern als solchen zu benennen, handeln. Statt der Türkei jetzt endlich mal die Grenzen aufzuzeigen, hat die EU ein weiteres Kapitel in den Beitrittsverhandlungen eröffnet. Tja, so werden wir regiert…

 

 

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