Ein Insider, auf den man hören sollte

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Der gebürtige Iraker und  studierte Ingenieur Saad AI-Mahmoud kam 1962 nach Deutschland, studierte in Regensburg Ingenieurwesen. Anschließend arbeitete er bei Siemens; im November 2015 lud die CSU neben Sozialministerin Emilia Müller, die für Bayern die Flüchtlingskrise schultern sollte, auch Al-Mahmoud ein. Der gebürtige Iraker las ihr die Leviten. Heute, ein Jahr danach; sprachen das Regensburger Wochenblatt mit ihm. Den Beitrag haben wir so interessant gefunden, dass wir ihn auch auf zuwanderung.net gebracht haben.

Quelle: Wochenblatt Regensburg

Wochenblatt: Herr Ai-Mahmoud, wie lange sind Sie in Deutschland?

Al-Mahmoud: Ich bin seit 54 Jahren in Deutschland. Ich habe Abitur an einer amerikanischen Schule in Bagdad gemacht, das war 1962. ich bin Sohn eines Scheichs, deshalb konnten wir uns ein solches Gymnasium leisten. Die zehn Besten durften nach England, die drei Besten durften auch nach Deutschland. Da war ich mit dabei. Ich habe dann studiert, bin Ingenieur geworden. Gott sei Dank bin ich in Regensburg gelandet. Später habe ich bei Siemens gearbeitet bis zur Rente. Mein Herz schlägt in erster Linie für Bayern, dann für Deutschland.

Sie sind Moslem. Ihre drei Kinder auch?

Nein, alle drei Kinder sind römisch-katholisch. Gott sei Dank ist meine Frau Deutsche, weil ich meine Schwestern kenne, die in London leben und im Irak den gleichen Status hatten  wie ich. Sie haben alle studiert. Aber sie wollen sich nicht anpassen.

Was Ist der Grund dafür?

Eine Mehrheit der hier lebenden Ausländer will das auch nicht. Sie leben ihre anderen Sitten und Gebräuche ihrer Heimat weiter. Deutschland ist ein christliches Land. Ich bin Moslem, ich halte mich an die fünf Säulen des Islam. Ich werde sogar eingeladen, um Vorträge über den Islam zu halten.

Heute arbeiten Sie als Dolmetscher, übersetzen für das Bundesamt für Migration aus dem Arabischen und aus dem Englischen. Welche Erfahrungen haben Sie?

Vieles läuft falsch, das habe ich auch Emilia Müller gesagt, als sie hier war. Die Flüchtlinge, die hierher kommen, glauben, dass sie ein Haus und einen Garten bekommen. Das ist ihre Erwartung. Die Folge daraus ist, dass alle Flüchtlinge, mit denen ich gesprochen habe, unzufrieden sind. Und da züchten wir die Djihadisten von Morgen heran.

Das Ist harter Tobak, Herr Al-Mahmoud.

Warum? Bis heute haben wir mit der Integration doch gar nicht wirklich angefangen. Wir haben vielleicht die Weichen gestellt, indem wir Unterkünfte geschaffen und das Taschengeld geregelt haben und seit dem 1. November Sprachunterricht verpflichtend anbieten. Aber über 70 Prozent der geflüchteten Syrer, mit denen ich Kontakt habe, sind Analphabeten.

Dem widersprechen Experten. Viele haben auch eine Ausbildung oder das Potenzial, den Fachkräftemangel In unserer Wirtschaft zu lindern.

Man muss die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge auseinanderhalten von den Erwachsenen. Auch wenn ich der Ansicht bin, dass mindestens die Hälfte der Minderjährigen gar nicht unter 18 ist. Aber das ist ein anderes Thema. Wissen Sie, im arabischen Raum gibt es so etwas wie· einen Facharbeiter gar nicht. Ich rede ja mit den Flüchtlingen aus Afghanistan oder Syrien. Ich sage dann: Stimmt’s, Du hast mit acht Jahren die “Schule verlassen, hast dann in der Autowerkstatt erst einmal zwei Jahre den Tee gebracht und irgendwann hat dir der Besitzer der Werkstatt gezeigt, wie man Öl wechselt. So läuft das in der arabischen Welt. Alles andere ist naiv zu glauben.

Aber wenn der Flüchtling aus Syrien das Auto reparieren kann dann ist das doch gut, dann kann er das doch bei uns auch machen?

Aber das ist doch ungerecht gegenüber den Menschen, die das bei uns lange Jahre aufwendig gelernt haben – abgesehen davon, dass wir heutzutage gar keine Automechaniker mehr ausbilden, sondern Mechatroniker.  Andere sagen, sie sind Maurer, Maler, Elektriker, Friseur, aber kaum einer hat Papiere. Das ist die Wahrheit.

Wie ist die religiöse Einstellung der Flüchtlinge?

Viele antworten mir mit Suren aus dem Koran. Das finde ich erschreckend. Das Frauenbild ist mittelalterlich. Wenn ich im Unterricht zum Beispiel sage, dass meine Frau Deutsche ist, fragen sie sofort: Ist sie Muslima? Wenn ich Nein sage, dann geht ein Raunen durch die Bänke. Das Bild, das gegenüber unseren deutschen Frauen herrscht, ist ebenso erschütternd. In der arabischen Welt werden weiße Laken in die Betten gelegt, damit man in der Hochzeitsnacht die Jungfräulichkeit der Braut überprüfen kann. Dass deutsche Frauen sich nicht an das Verbot von Sex vor der Ehe halten, ist für arabische Männer ein Grund, sie zu verachten.

Aber woran mangelt es?

Wir brauchen gut gebildete Sprachmittler, die es schaffen, zwischen den beiden weit voneinander entfernten Kulturen zu vermitteln. Das müssen die ersten Kontaktpersonen sein, die sagen: So läuft es bei uns im Staat. Die erzählen den Flüchtlingen, wie wir ticken und sagen uns, wie die Neuankömmlinge ticken. Wenn wir das nicht machen, züchten wir die künftigen Djihadisten heran.

Warum das?

Die Erwartungshaltung ist sehr groß, aber die Möglichkeiten der Flüchtlinge sind eher bescheiden. Sie sind sprachlich schlecht, sie haben kaum Bildung. Wie soll man das in wenigen Jahren wettmachen? Das geht nicht. Ich erlebe, dass die Flüchtlinge sagen: Deutschland ist schuld, dass es ihnen schlecht geht und sie nicht weiterkommen. Andererseits sind die Leute sich auch alleine überlassen, es gibt in keiner Unterkunft, die ich kenne, vernünftige Betreuer, die diesen Kulturkreis kennen, geschweige denn die Sprache.

Glauben Sie, dass die Flüchtlingswelle wieder zunimmt?

Ja, wenn die, die in Griechenland und Italien sitzen, weitergelassen werden. Das würde in der arabischen Welt eine weitere Welle auslösen. Ich kann mir auch vorstellen, dass es Krieg in der Türkei mit den Kurden gibt und es dann weitere Fluchtwellen geben wird.

Haben Sie Angst um Deutschland?

Ja, ich habe Angst davor, dass die negativen Seiten der arabischen Welt, beispielsweise der Irrsinn des Ehrenmordes, der dort etwas sehr Konkretes ist, zum Vorschein kommen, wenn die Unzufriedenheit nicht abnimmt bei den Flüchtlingen. Dadurch entsteht Hass – und davor habe ich Angst.

Führende Politiker betonen, dass der Islam zu Deutschland gehört. Finden Sie das auch?

Der Islam gehört nicht zu Deutschland! Wir sind ein christliches Land, kein muslimisches. Der Islam ist eine weitere Religion, ihre Mitglieder sind eine Minderheit in diesem Land.

Haben Sie Angst vor der AfD?

Nein. Sie haben keinen Plan und schüren Hass. Aber viele, die AfD wählen, sind keine überzeugten AfD-Wähler, sie tun das, damit die etablierten Parteien endlich wach werden. ich glaube, dass sich die AfD erledigt, wenn die großen Parteien ihre Politik ändern.

Aber es gab heuer mehr als 800 Angriffe auf Flüchtlingsheime von Rechtsextremen. Das Ist doch schlimm!

Aber das Problem sind nicht nur die Rechten, sondern auch die Gewalt, die von den Linken ausgeht. Das Schlimme in unserem Land ist doch, dass man hier seine Meinung nicht mehr sagen darf. Das ist ihre christliche Einstellung, man verzeiht, wenn ein Flüchtling etwas macht. Aber im Koran steht drin, die Christen sind Ungläubige. Alles, was ich hier gesagt habe, darf ich nur sagen, weil ich selbst Ausländer bin. Und das ist doch schlimm, oder?

Kommentar: Recht hat er. In einem irrt Herr Al-Mahmoud jedoch: Die großen Parteien werden ihre Politik nicht ändern, weil die Zuwanderung sowohl von der EU als auch der UN gewollt ist. Über kurz oder lang wird das schließlich noch der naivste erkennen müssen. Die einzige Möglichkeit, das aufzuhalten ist tatsächlich die AfD. Sollten im Laufe der Zeit tatsächlich noch weitere (wählbare) Parteien hinzukommen, die es ernst meinen, werden wir auch die erwähnen. Versprochen.

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1 thought on “Ein Insider, auf den man hören sollte

  1. Zu 800 Angriffe auf Flüchtlingsheimen.

    Hier wurde von der linken Amadeo Antoniostiftung zu ca 80% oder mehr einfach Vorfälle erfunden und als Propaganda von den Medien übernommen.
    https://sciencefiles.org/2016/10/28/wie-fluechtlingsfeindliche-vorfaelle-erfunden-werden/

    (1) Statistiken zu führen, will gelernt sein. Nicht jeder, der denkt, er könne Statistiken erstellen und Daten sammeln, ist dazu in der Lage, schon weil es nicht so leicht ist, wie manche denken, eine präzise Beschreibung zu formulieren, die die Fälle, die in eine Statistik aufgenommen werden sollen, gegenüber allen anderen Fällen diskriminiert.
    (2) Wir haben in einer Reihe von Beiträgen dargestellt, wie das Phänomen „Rechtsextremismus“ aufgeblasen und gepflegt wird, um die Illusion zu erzeugen, es wimmle nur so von Rechtsextremen in Deutschland. Dahinter stehen politische Motive, wie sie bei der LINKEN vorhanden sind, deren Bundestagsfraktion manisch jeden Monat nach politisch motivierter Kriminalität fragt, die von rechts ausgeht – nicht jedoch nach politisch motivierter Gewalt, die von links ausgeht.

    mut-gegenr-echte-gewalt-aas(3) Und dahinter stehen finanzielle Motive. So haben wir gezeigt, wie der Gravy Train, das Nutznießernetzwerk der Kämpfer gegen Rechts funktioniert, und welche Interessen diese Nutznießer daran haben, die Gefahr von rechts, wie das dann heißt, aufzublasen und für sich als Einkunftsquelle zu sichern. Dies ist recht einfach, denn alles, was man mit Rechtsextremismus in Verbindung bringen kann, wird von Journalisten willig aufgenommen, da es zur politischen Hygiene des Biedermanns gehört, den Nazis keine Chance mehr zu geben. Entsprechend sind die Schlagzeilen dann gesichert, wenn man z.B. Kriminalität als Werk von Rechtsextremen darstellen kann. Nicht nur die Schlagzeilen sind sicher, auch die gesammelte Aufregung der „No-Nazi“-Bewegung ist sicher. Für Letztere wirkt ein Bericht über vermeintlich rechte Gewalt wie der Stimulus auf Pawlows Hund, und sie fallen in den Bekämpfen-Modus, was in Ministerien zur Folge hat, dass viel Geld von Steuerzahlern aufgewendet wird, um die gefährlichen Rechten zu bekämpfen. Das Geschäft mit dem Nutznießen, es kann beginnen.

    (4) Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass die Schaffung von viel Aufmerksamkeit für Randprobleme, deren Gefahr man zu diesem Zweck völlig übertreiben muss, dazu führt, dass die entsprechenden Randprobleme aus ihrer Randständigkeit gelöst und in den Mainstream überführt, dort salonfähig gemacht werden. Soziologen nennen das eine Self-Fullfilling Prophecy, denn angeblich wollen Stiftungen wie die Amadeu-Antonio-Stiftung ja Rechtsextremismus beseitigen. Damit man sie dafür finanziert, müssen sie viel Aufmerksamkeit für ein marginales Problem schaffen, und mit dieser Aufmerksamkeit, die sie für den Rechtsextremismus schaffen, machen sie ihn in der Welt der Medien zur Normalität. Dadurch verliert der Rechtsextremismus, die Ächtung, die er vor dem Auftauchen der Stiftung hatte, erhält Zulauf und wächst. Und die Ursache dafür ist u.a. die Amadeu-Antonio-Stiftung und all die in den rudimentärsten sozialen Phänomenen Ungebildeten, die Ministerien derzeit bevölkern.

    aas_fluechtlingsfeindliche-vorfaelleZentral dafür, dass öffentliche Gelder zur Bekämpfung von vermeintlichen Problemen verschleudert werden, ist eine entsprechende Aufbereitung der Probleme, die dazu führt, dass das vermeintliche Problem als tatsächliches und relevantes Problem wahrgenommen wird, dem man mit Steuergeldern entgegen treten müsse. Zu diesem Zweck führen die Amadeu-Antonio-Stiftung und der Stern auf dem gemeinsam betriebenen Portal „Mut gegen rechte Gewalt“ eine Statistik „flüchtlingsfeindlicher Vorfälle“. Die Statistik ist sehr nützlich. Sie wird in Medien zitiert, spielt immer da eine Rolle, wo deutlich gemacht werden soll, wie verbreitet flüchtlingsfeindliche, also rechte Gewalt doch ist und wird gerne in Anfragen der Linken und der Grünen im Bundestag zitiert, um die Bedeutung des rechten Problems zu demonstrieren.

    Anhand welcher Kriterien ein Fall in die Statistik als „flüchtlingsfeindlicher Vorfall“ aufgenommen wird, welche Definition eines flüchtlingsfeindlichen Vorfalls Grundlage der Aufnahme entsprechender Fälle ist und wie zwischen flüchtlingsfeindlichen Vorfällen und nicht-flüchtlingsfeindlichen Vorfällen unterschieden wird, das alles sind Fragen, die kaum jemand bislang gestellt hat. Politiker stellen diese Fragen nicht, weil sie ihnen nicht in den Sinn kommen, denn um sie zu stellen, muss man eine gewisse Idee davon haben, wie Statistiken zu Stande kommen (außerdem passen ihnen die Ergebnisse in den ideologischen Kram). Journalisten stellen diese Fragen nicht, weil damit eine zusätzliche Recherche verbunden wäre, und der Journalist von heute recherchiert nicht.

    Nein, falsch.
    So stimmt das nicht.
    Es gibt einen Journalisten, der recherchiert hat. Sein Name: Ansgar Mönter. Er schreibt für die Neue Westfälische und hat sich die fünf Vorfälle (zwischenzeitlich sechs) angesehen, die die Amadeu-Stiftung als flüchtlingsfeindliche Vorfälle für Bielefeld auflistet.

    kraemer_so-luegt-man-mit-statistikSein Ergebnis: Keiner der Vorfälle kann als flüchtlingsfeindlicher Vorfall in Bielefeld gewertet werden, obwohl es einen tätlichen Angriff auf Flüchtlinge gab, den die Polizei registriert hat, aber das war die Polizei in Paderborn, nicht die in Bielefeld, denn der Vorfall, den die Amadeu-Stiftung auflistet, hat sich in Paderborn, nicht in Bielefeld ereignet. Ein Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft in Bielefeld wird von der Amadeu-Antonio-Stiftung als flüchtlingsfeindlicher Vorfall gezählt, aber das Feuer ist in der Waschküche der Flüchtlingsunterkunft ausgebrochen und es gibt keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass Außenstehende an dem Feuer beteiligt sind, dass es sich um Brandstiftung handelt. Bei einem weiteren flüchtlingsfeindlichen Vorfall, den die Stiftung auflistet, handelt es sich um das „Verwenden von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen“, also abermals nicht um einen flüchtlingsfeindlichen Vorfall und ob die fünf jungen Männer, die im November 2015 in Bielefeld randaliert haben und dabei in der Paderborner Straße in Bielefeld Blumenkübel umgeworfen und Böller gezündet haben, privaten Frust abgebaut haben, wie die Polizei sagt oder fremdenfeindlich sein wollten, wie man bei der Amadeu-Stiftung mit Blick auf die Flüchlingsunterkunft, die sich auch in der Paderborner Straße befindet, behauptet, ist eine Frage, die der gesunde Menschenverstand im Sinne der Polizei beantwortet.

    Ein einziger Check der Statistik der Amadeu-Stiftung hat eine Fehlerquote von 80%, wenn man wohlwollend ist, und von 100% wenn man das nicht ist, erbracht.

    Statistiken leben von der Akkuratheit, jedenfalls dann, wenn man damit etwas über die Realität aussagen will. Auf die Akkuratheit von Statistiken kann man verzichten, wenn es nicht darum geht, etwas über die Realität auszusagen, sondern darum, einen Schein zu konstruieren, der der eigenen Ideologie, den eigenen (finanziellen) Interessen und den eigenen Zwecken dienlich ist. Es spricht vieles dafür, dass die Amadeu-Antonio-Stiftung das ist, was man in der Ökonomie einen opportunistischen Akteur nennt, einen, der versucht, andere zu täuschen, zu manipulieren, ganz in dem Sinne, in dem Oliver Williamson Opportunismus definiert hat: „By opportunism I mean self-interest seeking with guile. This includes but is scarcely limited to more blatant forms, such as lying, stealing, and cheating. Opportunism more often involves more subtle forms of deceit“ (Williamson 1985: 47)

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