Wie wollen wir das vor ihm rechtfertigen?

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Xaver S., Angehöriger des Grenadier Regiments 542 der 387. Infanteriedivision ist nach Ermittlungen des Deutschen Roten Kreuzes zwischen dem 14. und 24. Januar 1943 in Rußland, Raum Rossosch, gefallen. Die näheren Umstände seines Todes können Sie hier nachlesen:

Xaver S. hatte zwei Töchter und einen Sohn. Den Sohn hat er auf einem Fronturlaub gezeugt, ihn aber nie gesehen. Hier eine Feldpost von Xaver S. an seinen Freund und Nachbarn:

Hier Auszugsweise die Übersetzung in die Druckschrift:

Osten, 5. Juni 42

Lieber (…)

indem es mir einmal die Zeit erlaubt, will ich dir ein kleines Lebenszeichen hören lassen. Ich bin jetzt ziemlich weit von meiner Heimat entfernt und stehe im Feindesland, noch dazu im schönen Rußland. Unser Marschziel war bereits 1000km, da war ich schon froh, dass ich bei den Pferden bin und jetzt sind wir die meiste Zeit im Wald über Nacht. Aber die Hauptsache ist es jetzt, dass es allmählich wärmer wird.  Die Pferde haben im Schlamm und Dreck viel durchmachen müssen, denn da sind die Straßen nicht so wie bei uns. (…) Die Hauptsache wär, wenn der Krieg bald eine Wende machen wird, und dass wir bis zum Winter nach Hause kommen, damit ich meinen jungen Stammhalter auch sehe.

Lieber Nachbar, wie geht es mit dem Schafkopfen, ich bin schon neugierig wann wir wieder miteinander Schafkopfen werden können. (…) Wie ist denn heuer das Getreide? Das Grasmähen wird jetzt auch bald angehen. (…) Ich weiß von zuhause gar nicht mehr viel, wir haben schon 3 Wochen keine Post mehr, sie ist nicht mehr nachgekommen. Lieber Michl, was sagen sie bei euch über die Kriegslage. Ich bin in der Erwartung, dass wir in einigen Monaten mit den Russen fertig sind und dass wir dann bis zum Winter nach Hause kommen. Wir leben halt mit der Hoffnung. Schluß für heute. Hoffentlich seid ihr alle gesund, was auch bei mir der Fall ist, was immer die Hauptsache ist. Die herzlichen Grüße mit deiner ganzen Familie sendet dir dein Freund Xaver.

Auf baldiges Wiedersehen

Tja, das Wiedersehen mit seinem Freund hat es nicht gegeben. Auch seinen Stammhalter hat Xaver S. nicht mehr kennenlernen dürfen. Er ist bei -30° in Rußland umgekommen, vielleicht als einer der Verletzten, die in der Kälte sterbend zurückgelassen werden mußten.

Und was hat das jetzt mit dem Thema Zuwanderung zu tun? Xaver S. ist einer von den Millionen deutscher Soldaten, die ihr Leben für ihre Heimat gegeben haben. Soldaten wie Xaver S. waren keine Nazis und keine Verbrecher. Es waren ganz normale, anständige Menschen, die in den Krieg geschickt wurden und die glaubten, ihre Pflicht erfüllen zu müssen. Die glaubten, für eine gute Sache zu kämpfen, nämlich für die Verteidung ihres Vaterlandes. Sie haben das höchste, was ein Mensch geben kann, dafür geopfert: ihr Leben. Sie taten das für ihre Familien und ihre Nachkommen. 

Und jetzt kommen wir, genau diese Nachkommen, diejenigen, für die diese Soldaten ihr Leben gelassen haben und lassen zu, dass dieses Land Menschen in den Rachen geworfen wird, unter denen kulturfremde Barbaren sind, die sich als Schutzsuchende bezeichnen, aber vor denen nun WIR Schutz suchen müssen.

Wir sollten uns vor den toten deutschen Soldaten in Grund und Boden schämen!

 

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1 thought on “Wie wollen wir das vor ihm rechtfertigen?

  1. Mit Verlaub, das geht ein bisschen zu weit. Xaver S. hat ebenso wenig wie mein am 30.3.45 gefallener Onkel sein Leben für die “Heimat”, “für […] Familien und […] Nachkommen” oder zur Rettung vor “kulturfremde[n] Barbaren” gegeben, selbst wenn sie aus entschuldbaren Gründen an derlei Ideale geglaubt haben sollten. Sie wurden schlicht Opfer von Hitlers Rassenwahn, für den sie in einen brutalen Angriffs- und Vernichtungskrieg geschickt wurden. in Grund und Boden sollten sich diejenigen schämen, die das noch immer nicht verstanden haben oder es nicht verstehen wollen.

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