Das Angstbeissen der Leitmedien

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Kommentar: Seit der Wahl von Donald Trump zum US Präsidenten herrscht Heulen und Zähneklappern beim Establishment. Seine Kandidatin, Killary Clinton ist es nicht geworden und all die schönen Pläne, z. B. ein Krieg mit Rußland und Assad wegputzen, Europa weiterhin mit Flüchtlingen vollpumpen, TTIP und dergleichen durchziehen, sind ins Wanken geraten. Kein Wunder, dass nun alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um dem neuen Präsidenten die Hölle heiß zu machen. Die Weltpresse, fast ausnahmslos im Besitz und unter der Kontrolle des Establishments, macht mobil. Anti-Trump Demonstrationen in den USA und auf der ganzen Welt werden angestoßen. Wie man das macht, weiß das Establishment genau. Das hat es in Lybien, Syrien und der Ukraine schon bewiesen. Ziel kann es nur sein, Trump dazu zu bewegen, umzudenken und das Spiel des Establishements zu spielen. Nach dem Motto: “Wenn Du tust, was wir Dir sagen, hast Du Deinen Frieden. Die Demos hören auf. Und in den Nachrichten und in den Tagesthemen wird nichts schlechtes mehr über Dich gesagt. Du wirst sogar gelobt!”

Mal sehen, ob Donald Trump umfällt. Gegenwärtig sieht es nicht so aus.


Hier ein schöner Artikel aus der Jungen Freiheit:

Donald Trump hat in den vergangenen Tagen brutal harte, ja verachtungsvolle Worte über Deutschland, die EU und die Zukunft der Nato ausgestoßen. Das hat viele erschüttert. Sie sollten sich freilich bewußtmachen, was umgekehrt seit Jahr und Tag von der deutschen Politik und noch mehr von den Medien über Trump zu hören und lesen war. Warum sollen die USA da noch die deutsche Sicherheit garantieren?

Eine zufällige Auswahl dessen, was da allein zur Rekrutierung seiner Mannschaft, also NACH der Wahl, zu lesen war: „Hardliner“, „Härte nach Trumps Geschmack“, „geplante Regierung läßt manchen Beobachter gruseln“, „Geschäftemacherei“, „politisch unerfahren“, „ahnungslos“, „Hauptsache hart“, „politischer Pitbull“, „keine Ressortkundigkeit“. Über kein Land der Welt wird in diesem Ton, mit dieser Aggressivität berichtet.

Was ist da passiert? Was waren die Ursachen dieser Haßorgien der deutschen Medien und damit auch fast automatisch der deutschen Politik, für die Trump nun Deutschland eine solche Revanche-Antwort um die Ohren fetzt? Eine Ursache ist der massive Linksdrall (vor allem) der deutschen Journalisten. Wer US-Republikaner ist, wird von ihnen bekämpft. Punkt.

Sie sind überdies frustriert, daß sich die US-Wähler nicht an das gehalten haben, was die Medien ihnen vorgegeben haben. Manche europäische Journalisten haben skurrilerweise geglaubt: Wenn sie nur heftig genug gegen Trump hetzen, dann würde er sicher nicht gewählt. Das haben die Amerikaner einfach ignoriert. Dafür sollen sie büßen!

Überdies hat sich die US-Berichterstattung europäischer Journalisten meist darin erschöpft, amerikanische Zeitungen abzuschreiben. Aber auch die waren, bis auf das Wall Street Journal, eine TV-Station und etliche Radio-Sender voll haßerfüllter Einseitigkeit gegen Trump.

In dieser Wahl haben die deutschen wie amerikanischen Journalisten den eigenen Machtverlust deutlich wie noch nie vor Augen gehalten bekommen. Das ist psychologisch gewiß ein gewaltiges Problem. Zuerst die rapiden Leser- und Anzeigenverluste durch das Internet – und jetzt verliert man auch noch jede politische Relevanz. Bitter.

Dazu kommen schwere handwerkliche Fehler, die man natürlich ungern zugibt: Alle Zeitungen und TV-Stationen haben über den US-Wahlkampf so berichtet, daß kein Leser einen Trump-Sieg auch nur für möglich gehalten hätte. Die Journalisten haben den Exzentriker mit den gefärbten Haaren am liebsten als lächerlich dargestellt.

Sie haben ignoriert, welche Massen zu Trumps Veranstaltungen geströmt sind. Sie haben ignoriert, wie verhaßt Hillary Clinton ist. Sie haben ignoriert, daß Trump einfach die wählerwirksamen (aber von den Medien bekämpften) Themen angesprochen hat: Ablehnung illegaler Immigration, Ablehnung des Islams, Ablehnung der Zwangsgesundheitsversicherung, Ablehnung eines globalistischen Weltpolizistentums. Dafür ungeheurer US-Nationalismus. Zugleich wächst in den USA seit Jahren der Ärger über Verbündete, die relativ weit weniger BIP-Prozente für die Verteidigung ausgeben, die sich auf US-Garantien verlassen, die aber zugleich die USA ständig moralistisch zensieren.

All das war stärker wählerwirksam als frauenverachtende Sprüche Trumps (in vermeintlichem Privatgeplauder, das Medien ungeniert an die Öffentlichkeit getragen haben). Im Wahlkampf nie zu beobachten war hingegen das, was jetzt alle schreiben: daß russische Einmischung die Wahl beeinflußt hätte. Das klingt eher nach einer Dolchstoßlegende der Medien, um vom eigenen Versagen abzulenken.

Mit noch etwas hat Trump die deutschen Medien tief getroffen: Er hat die deutsche Flüchtlingspolitik grob und scharf kritisiert. Diese Politik war aber genau das, was hier viele Medien von Merkel geradezu verlangt haben. Sie haben sogar behauptet, daß diese Welcome-Politik Heroisches für das deutsche Ansehen in der Welt geleistet hätte.

Jetzt hat sich jedoch gezeigt, daß das Gegenteil wahr ist. Trump wurde genau deswegen gewählt, weil er diese Politik als irre und abschreckend vorführt. Instinktive Reaktion der deutschen Medien: Rache.

Die heutige Bilanz ist dramatisch: Das jahrzehntelang innige Bündnis zwischen Deutschland und den USA zerbricht, keineswegs nur aus Trumps Schuld. Denn Kanzlerin, Außenminister und Verteidigungsministerin haben sich total einseitig gegen Trump in den US-Wahlkampf eingemischt. Obwohl das noch nie dagewesen war, obwohl sie damit gegen elementare Regeln der Diplomatie verstoßen haben.

Sie haben es aber vor allem deshalb getan, weil das von der eigenen Presse so erwartet worden war. Medien, Merkel und ihre Minister haben aber nicht nur den Wahlausgang völlig falsch erwartet. Sie haben offenbar auch nie damit gerechnet, wie brutal und hemdsärmelig Trump zurückschlagen wird.

Schließlich haben die Journalisten aber auch noch einen sehr spezifischen Grund, Trump zu bekämpfen: Er macht den traditionellen Journalismus noch mehr überflüssig, als dieser sich schon selber macht. Trump kommuniziert mit seinen Wählern direkt über Twitter. Er macht fast keine Pressekonferenzen und gibt kaum Interviews. Er braucht Zeitungen und Fernsehen nicht mehr. Er beschimpft diese sogar öffentlich. Und was die Zunft besonders kränkt: Der Jubel von den Rängen dazu ist groß. Da ist fast verständlich, wenn die Medienwelt in eine tierische Reaktion zurückfällt: ins Angstbeißen.

Autor: Dr. Andreas Unterberger


Der Artikel wurde im Original in der Jungen Freiheit veröffentlicht, eine Wochenzeitung, die wir zum wiederholten Mal wärmstens empfehlen, weil sie die einzige ist, der man noch was glauben kann.

Dass ich das herumspricht, zeigt die Auflagenentwicklung der deutschen Mainstream Presse im Jahr 2016:

Bild : minus 10,8 Prozent
Der Spiegel: minus 5,6 Prozent
Bild am Sonntag:  minus 2,8 Prozent
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung:  minus 11,9 Prozent
FAZ:  minus 13,5 Prozent
Süddeutsche Zeitung:  minus 3,6 Prozent
Die Welt: minus 14,2 Prozent
Junge Freiheit: plus 16,4%

 

 

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4 thoughts on “Das Angstbeissen der Leitmedien

  1. Warten wir einfach mal vier Jahre ab, falls Trump so lange durchhält, und dann mögen die Nutzer dieser Plattform für sich entscheiden, ob jener Herr der alternativen Fakten sie immer noch mit Glücksgefühlen erfüllt.

    1. Wenn Sie der Meinung sind, Clinton wäre die bessere Alternative gewesen, empfehlen wir den neuesten Beitrag. Im Übrigen haben Sie eine Antwort auf Ihren Kommentar zum Beitrag “Kriegsähnliche Zustände in Sprachklassen” erhalten. Nur als Service, falls Ihnen das entgangen ist.

      1. Ich bin in der Tat der Meinung, dass es eine bessere Alternative zu einem Präsidenten gibt, der gleich mal in der ersten Amtswoche einen Konflikt mit dem Nachbarland entfacht und Folter befürwortet. Mit Sprachklassen hat das, zumindest wenn man abendländischer Logik folgt, relativ wenig zu tun.

  2. Logik, Herr Kitzinger, setzt Verstehen/Verständnis voraus.
    Das sie beides nicht besitzen haben sie eben demonstriert.

    Muss man ihnen (jedesmal?) den vorherigen Kommentar erst mundgerecht aufschlüsseln, das auch bei ihnen ein bissschen “Verstehen” einsetzt?

    “Wenn Sie der Meinung sind, Clinton wäre die bessere Alternative gewesen, empfehlen wir den neuesten Beitrag.

    (Eingefügter Absatz,
    damit auch ein Herr Kitzinger den Kommentar vielleicht verstehen kann)

    Im Übrigen haben Sie eine Antwort auf Ihren Kommentar zum Beitrag “Kriegsähnliche Zustände in Sprachklassen” erhalten. Nur als Service, falls Ihnen das entgangen ist.”

    Herr Kitzinger vergisst wohl auch sehr schnell, das Guantanamo und die Billigung von Folter nur eben zwei Wochen später von Obama weiter geführt wurde.
    Also nichts neues im Westen.
    Nur “liebt” der Frosch im Kochtopf Hr Kitzinger es mehr,
    wenn das Wasser langsam auf auf Siedetemperatur gebracht wird.
    Sonst könnte er sich ja in seiner Komfortzone gestört fühlen.

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