Martin Schulz – er nimmt was er kriegen kann

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Seitdem der Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten der SPD ausgerufen wurde, wurde viel über ihn gesagt und geschrieben. Nach Faktenlage ergibt sich das Bild eines Politikers, der jeden Cent mitnimmt, den sich ergattern läßt und der in seiner Zeit als Bürgermeister von Würselen einen Hang zu Größenwahn an den Tag legte (siehe “Spaßbad”).

Aber nicht alles, was über Schulz geschrieben wird, entspricht den Tatsachen.

zuwanderung.net ist einigen umstrittenen Punkten nachgegangen. Dabei wurde auch Fakten zutage gefördert, die bisher noch nirgendwo veröffentlicht wurden.

Doch zunächst zu einigen Behauptungen, die im Internet über Martin Schulz verbreitet werden:

  • Martin Schulz habe angeblich seine Lehre zum Buchhändler abgebrochen. Häufig wird für diese Behauptung seine nur 2jährige Lehrzeit ins Feld geführt.

Zuwanderung.net hat mit Martina Schillings, jetzt Inhaberin der Buchhandlung, die früher Martin Schulz gehörte, gesprochen. Frau Schillings absolvierte bei Martin Schulz ihre Lehre als Buchhändlerin. Das beweist, dass er seine Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen hat. Anders hätte er nämlich Frau Schillings nicht ausbilden dürfen. Sowohl Frau Schillings als auch die IHK Düsseldorf bestätigten, dass es unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit einer verkürzten Ausbildung, die nur zwei statt drei Jahre dauert, gibt. Diese hat Martin Schulz offenbar in Anspruch genommen.

  • Martin Schulz ging mit seiner Buchhandlung pleite

Auch Blödsinn. Laut Auskunft von Frau Schillings lief der Laden gut.

  • Martin Schulz hatte bei seiner Wahl zum Bürgermeister keinen Gegenkandidaten

Das ist richtig. Er wurde damals von 25 Ratsverordneten gewählt, 15 enthielten sich. Hierzu ist zu sagen, dass in NRW damals der Bürgermeister nicht von den Bürgern, sondern vom Stadtrat gewählt wurde. Es gab also keine Direktwahl.

Und jetzt kommen wir zu einigen interessanten, weniger bekannten Fakten:

Schulz war von 1986 bis 1997 Bürgermeister von Würselen. 1994 wurde er ins Europa Parlament gewählt. Fällt was auf? Genau: Schulz war also von 1994 bis 1998 sowohl Bürgermeister als auch EU Parlamentarier.

Da fragt man sich natürlich, wie das funktioniert. Er konnte ja nicht gleichzeitig in Würselen und in Brüssel gewesen sein, obwohl beide Ämter unbestreitbar Vollzeit – Jobs sind.

Dieses Rätsel konnte Harald Gerling, Vorsitzender der Senioren Union Würselen, lösen. Zuwanderung.net hat mit ihm gesprochen.

“In dem Moment, als Schulz im EU Parlament war, hat er als Bürgermeister alles schleifen lassen”, erinnert sich Gerling. “Auch bei den Sitzungen von  Haupt- und Finanzausschuß hat er häufig gefehlt”.

Kommentar am Rande: Ob so eine gewissenhafte Ausübung des Ehrenamtes Bürgermeister aussieht, überlassen wir der Beurteilung der Leser.

Harald Gerling kann sich noch gut an die Ära Schulz erinnern. Schulz sei den teuerste ehrenamtliche Bürgermeister gewesen, den Würselen je hatte (Chauffeur, Dienstwagen). Auch an Nebenverdiensten mangelte es Schulz nicht. Ein Jahr lang war er zusätzlich zu seinem Job als Bürgermeister auch noch Geschäftsführer des VABW (Verein für Allgemeine und Berufliche Weiterbildung e.V.). Diese Mühe wurde damals mit monatlich 10.000 (i. W.: zehntausend) DM entlohnt, so Harald Gerling.

“Was man auch nirgendwo liest ist, dass Schulz die Kommunalwahl 1999 verloren hat”, informiert uns Gerling noch. Aha. Er ist also als Europaabgeordneter zusätzlich noch bei der Kommunalwahl angetreten.

Alles in allem ergibt sich – auch im Hinblick darauf, was über seine Zeit in Brüssel und den finanziellen Leistungen, die er dort in Anspruch nahm, gegenwärtig veröffentlicht wird – das Bild eines Politikers, der jeden Cent nimmt, den er irgenwie ergattern kann.

Kommentar: Ob so einer als “Sprachrohr des kleinen Mannes” taugt, muß jeder für sich selbst entscheiden. Es scheint, als hätten wir im Herbst die Wahl zwischen Pest und Cholera. Bei Rot-Rot-Grün muß man allerdings womöglich noch eine deutlich migrantenfreundlichere Politik befürchten, als bei der CDU/CSU. Wobei sich eine Wahlempfehlung für die letztgenannten angesichts der Spitzenkandidatin von selbst verbietet.

 

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