Geht’s noch, Herr Gabriel???

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Es ist schon gar nichts besonderes mehr, dass die Politiker der etablierten Parteien tagtäglich die Intelligenz des deutschen Wahlvolkes beleidigen.

Doch Sigmar Gabriel hat da jetzt neue Maßstäbe gesetzt, die alles, was man bisher von den Kameraden gewohnt war, in den Schatten stellen.

Wir kommen gleich darauf, was Sigmar Gabriel gesagt hat, aber übersetzt heißt es:

Ich halte euch alle für absolute Vollidioten denen man wirklich jeden Schei… erzählen kann und ihr glaubt ihn.

Das ist eigentlich das, was Sigmar Gabriel meinte, als er treuherzig in die Kamera blickend beim ZDF Heute Journal gesagt hat, dass der in der Türkei inhaftierte “deutsch-türkische” Journalist Deniz Yücel ein deutscher Patriot sei.

 

Erinnern wir uns, was Jücel über Deutschland geschrieben hat:

Der baldige Abgang der Deutschen aber ist Völkersterben von seiner schönsten Seite. Eine Nation, deren größter Beitrag zur Zivilisationsgeschichte der Menschheit darin besteht, dem absolut Bösen Namen und Gesicht verliehen und, wie Wolfgang Pohrt einmal schrieb, den Krieg zum Sachwalter und Vollstrecker der Menschlichkeit gemacht zu haben; eine Nation, die seit jeher mit grenzenlosem Selbstmitleid, penetranter Besserwisserei und ewiger schlechter Laune auffällt; eine Nation, die Dutzende Ausdrücke für das Wort ‚meckern‘ kennt, für alles Erotische sich aber anderer Leute Wörter borgen muss, weil die eigene Sprache nur verklemmtes, grobes oder klinisches Vokabular zu bieten hat, diese freudlose Nation also kann gerne dahinscheiden.

(…)
Noch erfreulicher: Die Ossis schaffen sich als Erste ab. Während im Westen die Zahl der Minderjährigen in den vergangenen zehn Jahren um 10 Prozent gesunken ist, ging sie im Osten um 29 Prozent zurück. Die Sandys, Mandys und Jacquelines pfeifen auf das neue deutsche Mutterkreuz (“Elterngeld”) und tragen nach Kräften dazu bei, dass den ostdeutschen Volkssportarten Jammern, Opfersein und Ausländerklatschen in absehbarer Zeit der Nachwuchs ausgehen wird.

Woran Sir Arthur Harris, Henry Morgenthau und Ilja Ehrenburg gescheitert sind, wovon George Grosz, Marlene Dietrich und Hans Krankl geträumt haben, übernehmen die Deutschen nun also selbst, weshalb man sich auch darauf verlassen kann, dass es wirklich passiert.

(…)
Nun, da das Ende Deutschlands ausgemachte Sache ist, stellt sich die Frage, was mit dem Raum ohne Volk anzufangen ist, der bald in der Mitte Europas entstehen wird: Zwischen Polen und Frankreich aufteilen? Parzellieren und auf eBay versteigern? Palästinensern, Tuvaluern, Kabylen und anderen Bedürftigen schenken? Zu einem Naherholungsgebiet verwildern lassen? Oder lieber in einen Rübenacker verwandeln?

Egal. Etwas Besseres als Deutschland findet sich allemal.


Wenn das ein deutscher Patriot ist, wie sieht dann ein Deutschland – Hasser aus? 

Und das meint Gabriel dazu:

 

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1 thought on “Geht’s noch, Herr Gabriel???

  1. Ja mei! Ich weiß nicht, ob die Nutzer dieser Plattform mit dem Begriff der Satire irgendetwas anfangen können. Wir hatten ja schon mal mit Heinrich Heine die allergrößten Schwierigkeiten. Deniz Yücel hat halt in der „taz“ eine satirische Kolumne geschrieben. Und zur Satire gehört nun mal die Übertreibung und das Um-die-Ecke-Denken. Wenn Heine von „Wanderratten“ schreibt, dann meint er damit keine wirklichen Ratten und er will damit nicht sagen, dass Migranten als Tiere zu betrachten seien. Yücel nahm in seiner Kolumne völkische Deutschtümelei und das Gejammere um „Deutschland schafft sich ab“ satirisch aufs Korn. Nun kann man trefflich darüber streiten, ob Yücel da den richtigen Ansatz gewählt hat und es hat auch jeder das selbstverständliche Recht, Yücels Text für geschmacklos zu halten. Sich aber nun mit dem allergrößten Bierernst in Entrüstung hineinzusteigern und Yücel im Gefängnis eines Despoten verrotten lassen zu wollen, das hat nun schon etwas typisch Teutonisches an sich. Auf diese Weise trieb man einst Heinrich Heine ins Exil. Kurt Tucholsky bemerkte hinsichtlich der Wirkung politischer Satire auf die Bierernst-Deutschen: „[…] dann sitzt halb Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel”. Er starb bekanntlich 1935 im Exil. Nicht jeder, der sich als Teutone geriert, ist ein Patriot. Tucholsky war einer und Heinrich Heine auf seine Weise auch (“Denk ich an Deutschland in der Nacht …”). Ich bezweifle, dass man aufgrund jener Kolumne Deniz Yücel den Patriotismus absprechen kann.

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