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Kommentar von Sina Lichtenberger…

Immer und immer wieder höre und lese ich, dass sich eine Vielzahl der in Deutschland lebenden Türken nicht mitgenommen fühlen (auch nach Jahrzehten nicht). Nach deren Aussagen werden sie nach wie vor wie Gäste behandelt und fühlen sich wie Außenseiter – nicht integriert in die deutsche Gesellschaft. Sie können angeblich ihre Religion nicht richtig (aus-)leben und überhaupt … ist hier alles Sch ….

Drehen wir den Spieß doch mal herum: Wer als Deutscher in der Türkei leben möchte, erhält zunächst für 3 Jahre eine Aufenthaltserlaubnis. Dieser Antrag wird immer wieder um 5 Jahre verlängert – VORAUSSETZUNG: Ein gültiger Reisepass UND DER NACHWEIS DES LEBENSUNTERHALTS – ENTWEDER DURCH RENTEN, VERMÖGEN ODER ABER EINEM ARBEITSVERTRAG.

Diese Arbeitserlaubnis ist nicht an die Person, sondern an den Arbeitspaltz gebunden. Der Arbeitgeber muss zunächst nachweisen, dass er keinen entsprechenden türkischen Arbeitnehmer finden kann und dass er genau diesen Ausländer einstellen muss. Wer nicht aus der jeweiligen Branche kommt, erhält keine Arbeitserlaubnis. Die entsprechende Ausbildung bzw. Berufserfahrung muss per Zeugnis belegt sein.

Wer seit mindestens 5 Jahren in der Türkei lebt, kann eine Arbeitserlaubnis für eine selbstständige Tätigkeit beantragen. Wer in diesem Zuge für mindestens 10 Türken einen Arbeitsplatz schafft, muss die lange Wartezeit hingegen nicht einhalten und kann sofort die Genehmigung beantragen.

Deutschen, so das Auswärtige Amt, die sich längerfristig bzw. dauerhaft in der Türkei aufhalten, wird empfohlen, sich elektronisch in der Deutschenliste der deutschen Auslandsvertretung zu registrieren. Kontaktdaten sind auf aktuellem Stand zu halten. AUCH WIRD DAVON ABGERATEN, IN DER ÖFFENTLICHKEIT POLITISCHE ÄUSSERUNGEN GEGEN DEN TÜRKISCHEN STAAT ZU MACHEN.

2007 lebten geschätzt über 50.000 Deutsche in der Türkei. Hauptsächlich mit türkischen Ehepartnern, ein paar Fachkräfte, Rentner und Langzeittouristen. Auch wenn wir heute 2017 schreiben, sehr viel mehr werden es wohl nicht geworden sein, weil …. die Bestimmungen so gnadenlos einfach zu überwinden sind.

Und nun noch etwas zur Religion (nur mal angerissen): Die Unterhalts- und Beschäftigungskosten von kirchlichen Bauten in der Türkei werden durch die jeweilige christliche Gemeinschaft allein getragen. Eine finanzielle Hilfe seitens des Präsidiums erfolgt nicht wie im Falle der Moscheen. AN DIESER STELLE FÄLLT MIR MONHEIM BÜRGERMEISTER EIN, DER GERADE ZWEI GRUNDSTÜCKE IM WERT VON 900.000 EURO (von Arbeitnehmern erwirtschaftete Steuergelder) FÜR DEN BAU VON ZWEI MOSCHEEN VERSCHENKEN MÖCHTE. Ebenso werden christliche Begräbnisse nicht vom Staat finanziell getragen, wie das bei den muslemischen der Fall ist. Auf die Verfolgung und Vertreibung der Christen gehe ich nicht weiter ein.

Bibeln und andere christliche Literatur dürfen auf den Straßen nicht verteilt werden. Christliche Straßenfeste sind verboten, christlichen Rundfunksendern wird grundsätzlich keine Lizenz erteilt. Christen haben geringe bis gar keine Chance in höhere Positionen der Politik, Verwaltung und des Militärs aufzusteigen. Somit existiert bis zum heutigen Tag eine politisch gewollte Diskriminierung von Christen gegenüber Muslimen.

Eine Ausbildung zum christlichen Geistlichen ist nicht möglich. Die Renovierung alter Kirchen ist durch juristische Schikanen erschwert, Enteignungen von Kirchengütern imm noch Praxis. Ein Missionswerk: “Sicher wird der Bau von Gebetsstätten in Trägerschaft von Kirchen mittelfristrig nicht möglich sein, da sie keinen Rechtsstatus haben.

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Ich bin mit Menschen aus der Türkei, Italien, Spanien und auch Griechenland groß geworden. Ganze Stadtteile wurden von vornehmlich türkischen Händen übernommen. Natürlich auch die Wohnungen dazu. Z. B. Kebab-Buden, Kfz-Betriebe und Obstläden schossen wie Pilze aus dem Boden. Alles war o.k. Jeder hat bei jedem gekauft oder reparieren lassen – jeder hat gelebt und vor sich hingewirtschaftet. Diejenigen, die es nicht taten, bekamen trotz alledem (auch ohne vorherige Einzahlung in das Sozialsystem) finanzielle Unterstützung. Ich habe nie auch nur eine Person gehasst und bin auch ebenso wenig gehasst worden. Ob es der Einkauf war, das Essen gehen, oder wegen fehlender Sprachkenntnisse (nach 20 Jahren Deutschland) mit Händen und Füßen gestartete Übersetzungsversuche im Krankenhaus, etc. – es war alles NIE ein Problem. Gleiches ließen mich aber auch überwiegend all die Jahre über die fröhlichen, gut gelaunten Gesichter der hilfsbereiten Menschen aus den o. g. Ländern spüren. Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst – kein Problem. Halal-Schlachtung (trotz Tierschutz) – kein Problem. Mittlerweile gibt es 73 Moscheen in Berlin und ca. 24947 Muslime erscheinen zu den Freitagsgebeten – kein Problem. Doppelte Staatsbürgerschaft – kein Problem.

Mich interessiert jetzt nur eines: WO IST AUF EINMAL EUER PROBLEM ???? Oder anders gefragt: WENN IHR HIER PROBLEME HABT, WAS HAT DANN EIN DEUTSCHER IN DER TÜRKEI ????

Ich möchte hier niemanden anfeinden – liegt mir wirklich fern. Es ist nur der zarte Versuch, evtl. mal dadurch ein paar Gehirnwindungen in Schwingungen zu versetzen.

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