Wahlen auf türkisch

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Die Betreiber dieser Seite betrachten die Wahlen in der Türkei mit dem Ziel der Einführung eines Präsidialsystems, das Erdogan mit weitreichenden Kompetenzen ausstatten soll, als innere Angelegenheit der Türkei. Es ist auch relativ egal, wie die Wahlen ausgehen, da Erdogan sowieso macht, was er will.

Und solange er in der Türkei macht, was er will und davon Abstand nimmt, die in Deutschland lebenden Türken aufzuhetzen und für seine Zwecke zu instrumentalisieren, soll es uns auch Recht sein.

Dennoch wollen wir Ihnen den Augenzeugenbericht einer türkischen Familie, der uns heute zugetragen wurde, nicht vorenthalten. Es handelt sich um ein Ehepaar aus Regensburg, das nach München fuhr, um dort von seinem Wahlrecht gebrauch zu machen. Mit im Fahrzeug war auch noch die gehbehinderte Mutter des Ehemannes. Sie wollte ebenfalls abstimmen.

Die Familie hatte die Absicht, mit “Nein” zu stimmen, da sie die von Erdogan für sich beabsichtigte Machtfülle für falsch hält.

Langer Rede kurzer Sinn: Die einzige, die wählen konnte, war die Frau. Ihr Ehemann wurde ohne Begründung nicht zur Wahl zugelassen. Es wurde den beiden auch verwehrt, die gehbehinderte Mutter des Ehemannes zur Wahlkabine zu bringen. Deshalb konnte auch sie die Stimme nicht abgeben.

Da stellt sich schon die Frage, ob auf irgend eine Weise im Vorfeld die politische Gesinnung der Familie ausgeforscht worden war.

Auch die Stimmabgabe selbst ist interessant, so wurde uns berichtet. Man macht kein Kreuz mit einem Bleistift oder Kugelschreiber, sondern abgestimmt wird mit einem Stempel, den man je nach Abstimmungsverhalten auf die linke oder recht Seite des Stimmzettels drückt. Das pikante daran ist, dass beim Falten durch die Stempelfarbe auf der anderen Seite ebenfalls ein Abdruck entsteht.

Wie bekannt wurde, KÖNNEN solche Stimmzettel als ungültig gewertet werden.

Es braucht nicht viel Fantasie um sich vorzustellen, wie bei der Auszählung vorgegangen wird, wenn im Vorfeld schon bei den Wählern ausgesiebt und getrickst wird.

Lassen wir uns überraschen, am Sonntag wissen wir mehr.

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