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Bewährungsstrafe für Asylbewerber mit 7 Identitäten

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Ein Sudanese hatte sich mit sieben Identitäten Sozialleistungen erschlichen. Der Richter verurteilte ihn aber nur zu einer Bewährungsstrafe. Der Verteidiger hatte argumentiert, dass der Asylbewerber nur eine „Lücke im System” nutzte.

Der 25-jährige Sudanese hatte sieben falsche Identitäten und kassierte zu Unrecht 21.700 Euro. Dafür verurteilte ihn das Amtsgericht Hannover zu einem Jahr und neun Monaten Haft auf Bewährung. Das Gericht berücksichtigte dabei die fünfmonatige Untersuchungshaft.

Zudem muss der Asylbewerber 200 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Der Mann hat gestanden, dass er unter verschiedenen Identitäten in unterschiedlichen norddeutschen Städten Sozialleistungen erschlichen hatte. Er hat jene Menschen betrogen, die ihm hierzulande Asyl gewährt haben. Mit dem Geld wollte er seine erkrankten Eltern in der Heimat unterstützen, ließ der Mann über seinen Anwalt erklären.

Der Richter begründete die Aussetzung der Haftstrafe zur Bewährung unter anderem damit, dass der Sudanese in Deutschland bisher nicht vorbestraft sei. Denn die Staatsanwaltschaft hatte gefordert, das Strafmaß nicht zur Bewährung auszusetzen, berichtet die Welt. Denn von dem Angeklagten gehe eine „hohe kriminelle Energie“.

Verteidiger Christian Neumann widersprach den Worten des Staatsanwalts und betonte, dass der Angeklagte lediglich eine „Lücke im System“ ausgenutzt und sich bei unterschiedlichen Behörden angemeldet habe. „Einfacher geht es fast nicht mehr“, sagte der Rechtsanwalt und gewann.

Der Prozess war der erste in Niedersachsen, nachdem bekannt mehr als 300 Verdachtsfälle bekannt wurden, in denen sich Ausländer mithilfe von Mehrfachidentitäten Unterstützung erschlichen haben sollen. Laut Innenministerium hat es in Niedersachsen solche Fälle flächendeckend gegeben.

Den Gesamtschaden für den Steuerzahler schätzen die Behörden auf mehrere Millionen Euro. Alleine am Amtsgericht Hannover sind drei weitere Prozesse festgesetzt. ln einem Fall soll der angeklagte Ausländer die Deutschen um knapp 60.000 Euro betrogen haben.

Einer Mitarbeiterin der Landesaufnahmebehörde war aufgefallen, dass sich vor allem Asylbewerber aus dem Sudan durch Mehrfachidentitäten Sozialleistungen erschlichen hatten. Mittlerweile würde man von Flüchtlingen aber Fingerabdrücke nehmen, sodass mehrfache Registrierungen leichter erkannt werden können.

 

 

 

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