Leserbrief: Debatte über Abschiebungen nach Syrien

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Obwohl der IS-Terror in Syrien besiegt ist und  bis zu 90% des Landes befriedet, also keine kriegerischen Kämpfe mehr stattfinden, ist von der Deutschen Regierung keine Rückführung, sondern Familiennachzug mit ca. 390.000 Personen geplant.

Fred Pleitgen, Reporter von CNN, Sohn des früheren WDR-Intendanten Fritz Pleitgen berichtet über Syrien nachprüfbar Folgendes, auch von meinen syrischen Geschäftsfreunden aus Aleppo genau so bestätigt.

Bereits im September 2017 fand  die 59.internationale Handelsmesse in Damaskus statt mit Ausstellern aus 43 Staaten und einem Besucherrekord. (2,20 Millionen). Mit Hilfe von China, den blockfreien Staaten (BRICS)wie Indien, Südafrika, Brasilien und vielen mehr. Die einseitigen Wirtschaftssanktionen der EU und der USA gilt es zu überwinden.(Deutsche Wirtschaftsnachrichten 29.7.2017)

Am Mittelmeer in Latakia, der beliebteste Urlaubs-und Badeort Syriens (zwischen Damaskus und Aleppo)mit tausenden  überwiegend jungen, syrischen Gästen, brodelt das Leben. Badebetrieb im Bikini, Diskobetrieb nach europäischem Muster ist bereits Alltag. Junge Syrer freuen sich über das ausgelassene Strand und Nachtleben und genießen die Partiestimmung. Endlich ist der Krieg vorbei, wir können wieder leben. Herr Pleitgen fragt, warum findet man diese Nachricht nicht bei ARD-ZDF?

Eine halbe Million syrische Flüchtlinge aus den Nachbarländern wie Türkei und Libanon sind bereits zum Wiederaufbau in ihre Heimat, in ihre Häuser zurückgekehrt, warum nicht aus Deutschland?    Man hat das Gefühl, die Syrer sollen hier bleiben, notfalls zwangsintegriert werden, um jeden Preis, anstatt die Familienzusammenführung in Syrien zu fördern und den Menschen zur Rückkehr helfen.

Assad bittet seine Syrer „kommt zurück in die Heimat“, er gewährt allen Amnestie, auch denen, die gegen ihn als Aufständische gekämpft haben. Ebenfalls wurde in Friedensverhandlungen mit Beteiligung Russlands, Iran und Türkei freie Wahlen für Syrien vereinbart.

Sepp Schandl, Velden

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8 thoughts on “Leserbrief: Debatte über Abschiebungen nach Syrien

  1. Ein amerikanischer Kollege sagte mir einmal: „Auf jede schwierige Frage gibt es eine einfache Antwort. Aber sie ist falsch.“ Die einfache Antwort der Rechtspopulisten auf die syrische Flüchtlingsfrage lautet: Krieg aus, Syrer raus! Schließlich sind Sepp Schandl zufolge bis zu 90% des Landes befriedet. Was heißt hier „bis zu“? Väterchen Assad lädt, so heißt es, alle entlaufenen Landeskinder herzlichst zur Rückkehr ein. Wer ist bereit, einem Giftgasmassenmörder zu trauen? Einem Interview des Deutschlandfunks vom 30.11.17 (im Internet einsehbar) mit dem Nahostexperten Michael Lüders entnehme ich folgende Passage:

    „Lüders: Grundsätzlich muss man sagen, der Krieg in Syrien ist noch nicht vorbei. Die Lage hat sich zwar beruhigt, vor allem deswegen, weil das Assad-Regime und seine Verbündeten, Russland und der Iran, weite Landesteile zurückerobert haben vom Islamischen Staat. Aber es gibt genauso gut auch Milizen, die aus den USA und den Golfstaaten finanziert werden, und die versuchen nun, dieses vom IS befreite Gebiet ebenfalls unter Kontrolle zu bekommen. Gleichzeitig gibt es weitere Spannungen mit den anderen Dschihadisten in Syrien und im Irak. Kurzum, die Lage ist noch nicht befriedet, aber sie ist immerhin besser geworden, als sie es noch vor einem und vor zwei Jahren war.“

    Natürlich sind unsere Regierenden nun gefordert, sich darüber klar zu werden, was mit den aus Syrien Geflüchteten geschehen soll, und es ist auch richtig, Ersteren dabei auf die Finger zu sehen. Aber so simpel: Raus! Raus! Raus! Hopplahopp und Schwamm drüber!, wird’s wohl nicht gehen. Wir Deutschen sollten eigentlich noch ein bisschen Ahnung haben, was Krieg anrichtet. Mir ist auch klar, dass Herr Schandl auf den Deutschlandfunk nichts gibt. Der wahre Denker liest natürlich Junge Zeit und verfolgt vielleicht noch PI-News und Russia Today. Trotzdem erlaube ich mir, Michael Lüders‘ Sicht für plausibler zu halten als Herrn Schandls Strand- und Bikini-Visionen.

    1. Wenn es nach Herrn Kitzinger geht, müssen wir alle “Abgehauenen” aus islamischen Ländern in D beherbergen. In diesen Ländern gab es immer und wird es immer kriegerische Auseinandersetzungen geben, weil es “Glaubensverrückte” sind, die Ihre Probleme in der Heimat, dann in D austragen. Damit werden wir die islamische Welt nicht retten, aber Deutschland langsam aber sicher zerstören. Solche Menschen wie Herr Kitzinger gehören mit Ihrer Ideologie, zu den “Totengräbern” Deutschlands.

        1. Deutschland hat eine eigene Kultur, hat Landesgrenzen und eine eigene Bevölkerung. Menschen die hierherkommen, das deutsche Volk hassen, Kriminalität aus Ihrem Kulturkreis mitbringen und sich gleichzeitig vom Gastland reichlich alimentieren lassen, haben in diesem Land nichts verloren. Wenn Sie Herr Kitzinger diese illegale Zuwanderung ideologisch unterstützen, machen Sie sich mitschuldig.

          1. Meine Erfahrung ist: Diejenigen, die am lautesten „Deutschland! Deutschland!“ schreien, haben von dem Land, seiner Kultur und Geschichte tendenziell am wenigsten Ahnung. Sie kennen vielleicht Goethe dem Namen nach aus den „Fack ju Göhte“ – Filmen, halten Ingeborg Bachmann für die Schwester des Pegida-Gründers und Hölderlins „Hyperion“ für einen eritreisch-deutschen AfDler. Was die „eigene Kultur“, die „eigene Bevölkerung“ angeht, zwei simple Tatsachen:

            1. Seit Deutschland besteht, war es von Zu- und Abwanderung geprägt.

            2. Als Land in Mitteleuropa stand es, unabhängig von Landesgrenzen, stets im Strom vielfältiger kultureller Einflüsse, auch solcher aus dem Orient und aus Afrika. Und das ist unserem Land in der Summe ausnehmend gut bekommen. Die Jahre der militanten Abschottung (1914 – 1918, 1933 – 1945) führten jeweils in die nationale Katastrophe.

            Diejenigen, die „Fremden“ pauschal Hass, Kriminalität und Parasitentum zuschreiben, haben Deutschland stets ins Unglück geführt. Deutschland war immer dann am besten dran, wenn es auf jene hörte, die da ein bisschen zu differenzieren verstanden und die wussten, dass Fremde nur in der Fremde fremd sind (Karl Valentin).

            Im Übrigen: „Ideologisch“ unterstütze ich gar nichts. Ich weiß auch nicht, worin denn meine Ideologie, die mir auf dieser Seite laufend zugeschrieben wird, bestehen soll. Ich sage halt, was ich meine.

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