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Festgenommen – ins Ankerzentrum gebracht – und wieder verschwunden REGENSBURGER ASYL-EINRICHTUNG KEIN GUTER AUFBEWAHRUNGSORT FÜR ILLEGALE MIGRANTEN

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Von EUGEN PRINZ | Das Leben eines illegalen Migranten ist hart, allerdings nur so lange er sich in den Fängen der Schleuser befindet. Hat ihn erst einmal die deutsche Polizei aufgegriffen, wird es schlagartig besser. Diese Erfahrung konnten kürzlich acht Männer machen, die von Afghanistan über die Türkei und Serbien nach Bulgarien gekommen waren. Die letzte Etappe bis nach Deutschland legten sie eingesperrt im Laderaum eines LKW zurück. Zwei Tage und drei Nächte waren die acht Männer in dem Lastwagen eingepfercht. Die kleine Notdurft mussten sie in Flaschen verrichten, wie das mit den größeren Geschäften gehandhabt wurde, ist nicht überliefert. Raus durften sie jedenfalls nicht. Zu diesen Widrigkeiten kam noch die Kälte. Als es langsam kritisch wurde, schlugen die acht eingeschleusten illegalen Migranten auf dem Parkplatz Wernberg-Köblitz in der Oberpfalz laut von innen gegen die Bordwand des LKWs. Weise geworden durch die schlechten Erfahrungen seiner Schlepper-Kollegen aus der Vergangenheit, wo die Ladung gelegentlich ihr Ziel nicht lebend erreicht hatte, öffnete der Fahrer den Laderaum und ließ die Illegalen heraus. Diese flohen ohne zu wissen, wo sie sich eigentlich befinden.

Wie üblich: Kein Ausweis, aber ein Handy

Es galt nun, einen kühlen Kopf zu bewahren und zu überlegen. Was brauchen wir als erstes? Natürlich, eine SIM-Karte fürs Handy! Dummerweise wurde der Inhaber des Ladens, in dem sie die Prepaid-Karten kauften, misstraurisch und rief die Polizei. Dieser gelang es, die Hälfte der Ladung, vier Afghanen, gleich an Ort und Stelle festzunehmen. Aber auch die anderen vier konnten sich nicht lange ihrer Freiheit erfreuen, denn nach Hinweisen aus der Bevölkerung wurden sie schnell gefasst. Einen Ausweis hatte keiner von ihnen, aber selbstverständlich jeder ein Handy.

Wohin also mit den illegal eingereisten Personen, sprich: Straftätern, die sich nicht ausweisen können und deren Identität nicht feststeht. Ein sicherer Ort muss her.

Aus irgendwelchen Gründen, die sich dem Autor nicht erschließen, betrachteten die Beamten der Bundespolizei wohl das Ankerzentrum Regensburg als richtige Adresse für Illegale mit unbekannter Identität.

Ankerzentrum statt Gefängnis = schlechte Idee

Die Ankerzentren, der Stolz der CSU. Die eierlegende Wollmilchsau, die man reiten kann, der Stein der Weisen, was die Lösung der Flüchtlingskrise betrifft. Das Ankerzentrum in Regensburg ist nach Manching und Bamberg ein weiteres, das auf dem sogenannten Migrationsplan von Bundesinnenminister Horst Seehofer mit der Überschrift „Ankunft, Entscheidung, Rückführung“ beruht. Die Idee dahinter: Migranten ohne Bleibeperspektive sollten dort zentral untergebracht werden, damit alle Behörden schnell am Abschluss des Asylverfahrens arbeiten können.

Wie die Erfahrung aus der Vergangenheit zeigt, haben diese Einrichtungen zwei entscheidende Nachteile:

  1. Sie sind tickende Zeitbomben, überwiegend gefüllt mit Sprengstoff aus desillusioniertem, aggressivem Testosteron mit dem Aufdruck “Flüchtling”
  2. Man kann sie zu jeder Tages- und Nachtzeit auf Nimmerwiedersehen verlassen

Es hat nicht lange gedauert, bis unsere acht festgenommenen Migranten Punkt 2 verstanden hatten. Als ihnen dieser Umstand gewahr wurde, spazierten sieben der acht Illegalen aus dem Ankerzentrum und sind seither nicht mehr auffindbar.

Der Kostbarste blieb uns erhalten

Glücklicherweise ist uns ausgerechnet der Kostbarste erhalten geblieben: Ein 15-jähriger Jugendlicher. Dieser fällt unter die Kategorie “minderjähriger unbegleiteter Flüchtling”, kann somit nicht abgeschoben werden und kostet den Steuerzahler monatlich über 5000 Euro, weil er das Rundum-Sorglos-Päppelpaket erhält. Seien Sie ehrlich, lieber Leser, da wären Sie auch geblieben, oder?

Wie sich herausgestellt hat, waren drei der Männer bereits im Europäischen Identifizierungssystem für Asylbewerber (Eurodac) gespeichert. Möglicherweise sind sie nach einer bereits erfolgten Abschiebung erneut eingereist. Nach dem Kreislauf des Wassers und des CO2 haben wir also jetzt auch noch den Asylbewerber-Kreislauf.

Dieser Fall zeigt, wie prekär die Sicherheitslage in Deutschland ist. Personen mit unbekannter Identität können zu Hunderttausenden illegal einreisen und anschließend ohne Probleme wieder untertauchen. Und dann wundern wir uns, wenn wir wieder nur knapp einem Terroranschlag entgangen sind, der nur deshalb verhindert werden konnte, weil

a.) die Dschihadisten häufig nicht die hellsten Kerzen im Leuchter sind und
b.) die Sicherheitskräfte trotz der politischen Situation noch gut funktionieren.

Es ist höchste Zeit, etwas zu ändern. Sonst wird die Anzahl der Menschen in unserem Land, von denen wir weder wissen, wer sie sind, noch wo sie sind, irgendwann in die Millionen gehen.

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