So werden bald alle Straßen in Deutschland aussehen, wenn das Arbeitsministerium seine Pläne durchzieht

Nach Atomkraft und Diesel: Jetzt ist der Straßenbau auf der Abschussliste Neue Grenzwerte für Bitumendämpfe bei der Verarbeitung von Asphalt

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Von EUGEN PRINZ | Eines muss man Bundeskanzlerin Merkel lassen: Ihre Methoden, dieses Land herunter zu wirtschaften, könnten nicht effektiver sein. Sie gönnt uns Deutschen keine Atempause. Der letzte Tiefschlag ist noch nicht einmal richtig verdaut, schon wird man erneut vom Einfallsreichtum dieser Regierung kalt erwischt und muss seine Meinung revidieren, schlimmer könne es ohnehin nicht mehr kommen.

Abschuss der sicheren Energieversorgung

Eine sichere, preisgünstige und stabile Energieversorgung mit Atom- und Kohlekraftwerken wurde ersetzt durch ein Flickwerk aus Solaranlagen, die bei Dunkelheit in Frieden ruhen  und Windrädern, die bei Flaute keinen Mucks machen. Wenn letztere in Betrieb sind, schreddern sie Vögel und Insekten. Das ganze wird abgerundet durch ein Stromnetz, das  dafür konzipiert wurde, von leistungsstarken Kraftwerken die eingespeiste Energie zu den Verbrauchern zu liefern und nicht, von Hundertausenden privater Solarfunzeln kleine Pipifax-Dosen verpasst zu bekommen und diese dann auch noch verteilen zu müssen. Und damit die Bundesbürger mit der “Energiewende” auch so richtig Freude haben, jagt man den Strompreis jedes Jahr auf neue Rekordhöhen.

Abschuss des Verbrennungsmotors als tragende Säule der Wirtschaft

Als nächstes steht der Verbrennungsmotor und damit das Rückgrat der deutschen Wirtschaft auf der Abschussliste. Ersetzt wird der zuverlässigste Motor, den es je gab, durch Akku-Kutschen, deren Nachteile und nicht behebbare Mängel aufzuzählen, den Rest dieses Artikels in Anspruch nehmen würde. Und damit die Leute gezwungen sind, diesen sündhaft teuren Irrweg der “Ingenieurskunst” mitzugehen, dreht man bei Diesel und Co. mit einer perfiden Gesetzgebung an der Preisschraube und macht die Verbrenner in der kommenden Dekade für Otto Normalverdiener unerschwinglich.

Jetzt geht es dem Straßenbau an den Kragen

Wer nun geglaubt hat, der Merkel-Regierung würde diese Weichenstellung in Richtung Dritte Welt Land bereits genügen, der sieht sich getäuscht. Was noch fehlt, ist das ohnehin schon sanierungsbedürftige, über 800.000 km lange deutsche Straßennetz völlig verkommen zu lassen, indem man die “Teerkolonnen” lahmlegt.

Dazu dient eine neue Vorschrift aus dem Bundesarbeitsministerium, die Straßenbauarbeiter künftig besser vor Asphalt-Dämpfen schützen soll. Geplant ist, ab dem Frühjahr 2020 für Bitumendämpfe einen Grenzwert von 1,5 Milligramm je Kubikmeter Luft einzuführen. Bei der ordnungsgemäßer Verarbeitung von heißem Asphalt werden jedoch 8 bis 12 Milligramm je Kubikmeter freigesetzt.

Das Problem: Je höher die Verarbeitungstemperatur des Asphalts, desto höher die freigesetzte Menge an Bitumendämpfen. Um eine gute Qualität des Asphalts zu gewährleisten, ist eine Verarbeitungstemperatur von 200 Grad jedoch zwingend nötig. Bleibt man darunter, sinkt die Qualität in einen technisch nicht mehr zulässigen Bereich.

Ein „temperaturabgesenkter Asphalt“ sei anfälliger für Schäden und zudem „nicht vom gültigen technischen Regelwerk des Straßen- und Verkehrswesens abgedeckt“, so die Präsidenten des Baugewerbe-Zentralverbands ZDB und des Hauptverbands der Bauindustrie, Reinhard Quast und Peter Hübner, in einem Brandbrief an Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU), Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Darin heißt es weiter:

“Sollte der neue stark verschärfte Grenzwert für Asphaltdämpfe bald in Kraft treten, müssten wir fast den gesamten Straßenbau einstellen“

Keine Lösung in Sicht

Eine mögliche technische Lösung des Problems wäre, jede Teermaschine mit einer „Absaugeinrichtung“ auszustatten. Falls so etwas überhaupt praktikabel ist, kann das jedoch nie und nimmer bis zum Frühjahr 2020 geschehen. Zudem werden dafür Kosten in Höhe von 500.000 Euro pro Maschine veranschlagt.

Der Baugewerbe-Zentralverband und der Hauptverband der Bauindustrie haben deshalb um eine achtjährige Übergangsfrist gebeten, damit während dieses Zeitraums der Maschinenpark gegebenenfalls schrittweise erneuert werden kann.

Wie es in dieser Sache weitergeht, wird sich möglicherweise im Laufe der Woche bei der Tagung des fachlich zuständigen Gefahrstoff-Ausschuss des Arbeitsministeriums entscheiden. Ansonsten liegt es an SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil und dem CSU-Verkehrsminister Andreas “Maut” Scheuer, einen Lösung zu finden. Wenn das nicht gelingt, droht auf den vielen Straßenbaustellen Deutschlands der Stillstand und die Asphaltierer  können sich auf dem Arbeitsamt über die neuen Grenzwerte zum Schutz ihrer Gesundheit freuen.


Eugen Prinz im Mai 2019 auf dem Kongress der Neuen Medien in Berlin.

Eugen Prinz kommt aus Bayern und schreibt seit Herbst 2017 unter diesem Pseudonym für PI-NEWS und den Blog zuwanderung.net. Der Fachbuchautor und Journalist ist dem traditionellen bürgerlichen Konservatismus zuzurechnen. Dem politischen Journalismus widmet er sich, entsetzt über die chaotische Massenzuwanderung, seit 2015.
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