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Schlagwort Parallelgesellschaften

Sozialer Sprengstoff Familiennachzug

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Die Migrationsforscherin und Soziologin Necla Kelek warnt die SPD vehement davor, den Familiennachzug für subsidiär Schutzbedürftige wieder zuzulassen. „Der Familiennachzug fördert gerade Parallelgesellschaften und sendet zudem das falsche Signal an Menschen in ihren Heimatländern“, sagte Kelek der WELT.
Lieber sollte es keine große Koalition geben, als eine, die unter einem solchen Zugeständnis zustande kommt. SPD-Vize Ralf Stegner hatte zuvor betont: Alle, die mit der SPD reden, müssten wissen, dass der Familiennachzug zu den „humanitären Verpflichtungen“ gehöre, bei denen es keine Abstriche geben werde.

Die türkischstämmige Kelek kritisiert das Beharren der linken Parteien auf den Familiennachzug. Ohne ihn sei Integration sinnlos, werde argumentiert. „Das Gegenteil ist der Fall. Familie heißt in orientalisch-muslimischen Gesellschaften die Großfamilie, die Sippe, die patriarchalisch organisiert ist. Mit dem Familiennachzug importieren wir ein islamisches Familiensystem, das erst zu Parallelgesellschaften und Integrationsproblemen führt“, sagt sie. „Niemand braucht sich mehr anzupassen, man kann unter sich bleiben und Traditionen wie die Kinderehe, Frauenunterdrückung oder Gebärzwang weiterleben.“

„Nur ein Türöffner“

Sie erzählt die Geschichte eines Syrers, der mit 14 als unbegleiteter Flüchtling nach Deutschland gekommen sei. Der Junge sei von einer Pflegefamilie aufgenommen worden, habe schnell gelernt und sei gut in der Schule gewesen. „Doch für seine Familie war er nur ein Türöffner, ein Türöffner zu Wohlstand“, so Kelek. Wie vom Vater verlangt, holte er seine Familie nach. „Wie auch immer das gesetzlich möglich war.“ 13 Familienmitglieder kamen, Vater, Mutter, Geschwister und eine Tante. „In der Schule war er seitdem kaum noch, seine Leistungen wurden schlecht. Er hat die Chance verpasst, vielleicht Abitur zu machen und als Individuum seinen eigenen Weg zu gehen“, so Kelek.

Mit der Familie werde auch das Wertesystem importiert, so die Soziologin. Dies sei im Islam das System der Herrschaft der Männer. Die Ehefrau sei keine Lebenspartnerin, sondern eine Sexualpartnerin. Mädchen würden früh verheiratet und wären bereits als Kinder Mütter. „Ich arbeite an einem Projekt mit Flüchtlingen und erlebe es dort“, sagt Kelek.

Wer es nach Deutschland geschafft habe, könne und solle natürlich Unterstützung bekommen, sagt sie. Viele Kinder würden jedoch nur als ebenjener Türöffner nach Deutschland geschickt. Die Großfamilie organisiere das Geld für die Flucht, in der Hoffnung, dass sie nachgeholt werde. „Es ist nicht rechtens, wen wir hier alles unter Asylschutz stellen“, so Kelek.

Kritik an Merkels Flüchtlingspolitik

Kelek, selbst Muslimin, greift auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) scharf an. „Es geht beim Familiennachzug nicht um die 60.000 bis 70.000, von denen in den Medien gesprochen wird. Es geht um die Flüchtlingspolitik insgesamt. Darum, dass die liberalen Kräfte in Deutschland durch die Grenzöffnung überstrapaziert worden sind. Es gibt einen Rechtsruck “, sagt sie.

„Es ist unglaublich, wie die Kanzlerin wegschaut, sich weigert, dem politischen Islam ins Auge zu sehen und die daraus folgenden Probleme nicht ernst nimmt.“ Notwendig sei, die Flüchtlingspolitik endlich differenziert zu betrachten. „Wenn ich höre, wie die Kanzlerin sagte, wenn die ihren Koran so gut kennen, müssten wir auch unsere Bibel kennen. Das ist ein völlig falscher Vergleich. Damit wird eine Männerreligion legitimiert. Es geht beim Islam eben nicht nur um Spiritualität, sondern auch um eine Wertevermittlung hinein in die Gesellschaft. Die Kanzlerin unterstützt damit die Argumente der Linken und der Grünen. Durch diese Ignoranz ist das Flüchtlingsproblem entstanden.“

Erst der Nachzug der türkischen Frauen und Kinder der Gastarbeiter in den 70er-Jahren habe Parallelgesellschaften möglich gemacht. Anfang der 70er-Jahren habe es 640.000 Türken in Deutschland gegeben, nach zehn Jahren habe sich diese Zahl durch Familienzusammenführung verdoppelt, so die 59-Jährige, die über den Islam im Alltag promoviert hat. So seien die Parallelgesellschaften entstanden.

Auch das System krimineller libanesischer Clans, über das derzeit diskutiert werde, hänge damit zusammen. „Es sind die verlorenen Söhne, weil wir in Deutschland nicht wirklich an der Wertevermittlung gearbeitet haben.“

Für Muslime sei jede Kritik eine Beleidigung

Um Parallelgesellschaften zu verhindern, fordert sie, auch als Vorstandsfrau von Terre des Femmes, individuelle Unterstützung der Flüchtlinge, ein Verbot der Kinderehe und Aufklärung der Frauen, die vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet sind, dass sie zur Schule gehen und sich einen Beruf wählen können. „Wir müssen die Werte vermitteln, dass Europa den Einzelnen beschützt, und den Einzelnen aus dem Herrschaftssystem der Männer befreien.“

Kelek, sie bezeichnet sich selbst als Feministin, wurde einerseits mit vielen Preisen ausgezeichnet, andererseits auch heftig kritisiert. Argumentation mit „kruden Thesen“ oder „Verdammung einer ganzen Religion“ („Der Freitag“) wurde ihr vorgeworfen. Sie sei hochpauschalisierend oder sogar eine „Hasspredigerin“ („Die Süddeutsche“).

„Ich kritisiere nicht pauschal“, entgegnet sie. „Ich analysiere das islamische Wertesystem für Muslime. Wenn wir das nicht tun, bewegt sich nichts.“ Jede Kritik sei für Muslime gleich eine Beleidigung. Aber es gehe im Islam eben nicht nur um den spirituellen Gottesbezug, sondern auch konkret um das Familienrecht als Schariagesetz.

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Neue Argumentation bei den linksgrünen Gutmenschen

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Viele rational denkende Deutsche haben sich auf den Tag gefreut, an dem die Tatsachen die linksgrünen Gutmenschen zu dem Eingeständnis zwingen werden, dass Multikulti gescheitert ist und sich ein großer Teil der Muslime in Deutschland nicht integrieren läßt.

Jetzt, da dieser Zeitpunkt naht, wird allmählich ein Richtungswechsel in der Argumentation der linksgrünen Gutmenschen erkennbar. Die Notwendigkeit einer Integration wird bestritten.

Dazu der Grüne Kurt Edler in einem Interview mit der Welt: “Integration ist aus Sicht der deutschen Lebenswelt kein elementares Bedürfnis, weil sich die Stammbevölkerung selber völlig desintegriert hat. Das gemeine Wort heißt Leitkultur. Die gibt es nicht. Es gibt Lebensstilmilieus.”

Und weiter: “Warum richten wir nicht in Vorpommern ein Neu-Aleppo ein? Mit vielen fähigen Leuten aus unserem Land und aus Syrien.”

Jetzt, da die Tatsache, dass Integration und Multikulti gescheitert sind, nicht mehr weggeleugnet werden kann, zeichnet sich ab, wie der nächste Schritt im Kampf gegen die Nationen aussieht: Die globalen Denkfabriken haben längst die Idee dauerhafter Parallelgesellschaften akzeptiert.

Bereits im Oktober 2015 berichtete die Welt vom Konzept, in Deutschland reißbrettartig
Flüchtlingsstädte zu errichten, inklusive „Wohnungen, Supermärkte, Schulen und
Krankenhäuser, Sportplätze, Kinos und Werkstätten, viel Grün und vor allem einen
zentralen Platz mit einer Moschee“. Das bedeutet nichts anderes als staatlich errichtete oder geförderte Moslem Enklaven, die zu weiteren no-go-areas mutieren werden.

Das ist Deutschlands Zukunft.

 

 

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Deutschland auf dem Weg zum Failed State

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Von Alexander Meschnig

I.

Nach über 20 Jahren in Deutschland wird mir dieses Land täglich fremder. Niemals hätte ich gedacht, obwohl es dafür natürlich Anzeichen gab, dass Deutschland innerhalb eines einzigen Jahres zu einer Art Failed State werden könnte. Die irrwitzige Zuwanderungspolitik, die Weigerung, die Grenzen des eigenen Staates zu sichern, die Aussagen der Regierungsspitzen das auch gar nicht zu können, die bis zum Erbrechen wiederholte Formel des „Wir schaffen das“, die tägliche Propaganda der öffentlich-rechtlichen Medien für eine staatlich verordnete Willkommenskultur, die massive Abwertung und Denunziation aller Kritiker der unbegrenzten Zuwanderung, die Vertuschung und Verleugnung unliebsamer Fakten – all das ist hier auf der Achse, auch von mir selbst, bereits in vielen Artikeln analysiert worden. Und dennoch: es bleibt ein Rest an Unglauben, ein Staunen, ein Kopf schütteln, dass ein souveräner Staat wie Deutschland sich gewissermaßen vor unser aller Augen langsam auflöst. So zahlreich die Erklärungen dafür sein mögen, historisch scheint mir die freiwillige Aufgabe der eigenen Grenzen und die moralische Geiselhaft der Bevölkerung ein absolutes Novum. Zu keinem Zeitpunkt wurde der angebliche Souverän danach gefragt, ob er den bald in die Millionen gehenden Zuzug aus tribalistischen, patriarchalen und gewaltaffinen Kulturen will und warum wir „das schaffen sollen“.

Die Erfahrung in allen europäischen Ländern der letzten Jahrzehnte hat schon lange vor der aktuellen Masseneinwanderung gezeigt, dass die Integration zahlenmäßig großer Gruppen aus muslimischen Ländern, bei noch so großem Aufwand an staatlichen Mitteln, nirgends funktioniert, nicht einmal im ehemals so gerne zitierten Musterland Schweden, das aktuell an seine Grenzen stößt. London, Paris, Kopenhagen, Brüssel, Malmö, Göteborg, Oslo, Rotterdam, Duisburg, Berlin. Überall dieselben Probleme mit wachsenden Parallelgesellschaften. Warum gerade jetzt, mit noch viel größeren Gruppen (vor allem junger Männer) aus Staaten wie Irak, Afghanistan, Pakistan, Algerien, Marokko oder Syrien plötzlich gelingen soll, was vorher überall gescheitert ist, bleibt wohl nicht nur für mich ein Rätsel. Es widerspricht allen Erfahrungen und muss wohl als eine Form der Autosuggestion betrachtet werden, die vor den eigentlichen Realitäten die Augen ganz fest zudrückt.

Die ungeregelte Einwanderung als eine Art „Bußpflicht“ der Bevölkerung

Wahrscheinlich muss man für eine Erklärung hier auch auf tieferliegende psychologische Muster rekurrieren. Denn der “Schuldkomplex” der europäischen Gesellschaften hat die christlich geprägte Idee der Erbsünde sozusagen säkularisiert. Man könnte die großzügige staatliche Alimentierung von Hunderttausenden von Einwanderern in diesem Sinne als eine Form des Schuldabbaus an „Benachteiligte“ verstehen. Eine Kultur, die Selbstkritik gewohnt ist, neigt stets dazu, alle an sie gerichteten Schuldzuweisungen ernst zu nehmen und das Büßerhemd mit kaum verborgener Lust überzustreifen. Wir haben noch viel gut zu machen. Vielleicht ist dieses (unbewusste) Motiv der Hauptgrund dafür, dass die von der offiziellen Politik in Deutschland verordnete Akzeptanz einer ungeregelten Einwanderung zu einer Art „Bußpflicht“ geworden ist, selbst wenn sie in weiten Teilen der Bevölkerung abgelehnt wird.

II.

Köln und die sexuellen Übergriffe in anderen deutschen Städten mögen nun ein Fanal sein. Aber das, was dort bei den Feiern zu Sylvester geschah, findet täglich im öffentlichen Raum, in Schulen, in Verkehrsmitteln, Diskotheken, wenn auch nicht im selben Ausmaß, statt. Eine Entwicklung, die nur mühsam all die Jahre vom politisch korrekten Establishment zugedeckt werden konnte. Man muss auch nicht bis nach Ägypten – erinnert sei an die Vergewaltigungen auf dem Tahrir-Platz in Kairo – oder auf die Situation von Frauen in Pakistan oder Afghanistan blicken. Für eine realistische Einschätzung hätte eine kurze Recherche der Lage in anderen europäischen Ländern gereicht. Es mag sein, dass Deutschland (noch) weit entfernt von etwa der Situation in vielen Städten Frankreichs ist. In der Regel erfahren wir von der Lage in unserem Nachbarland nur bei den größten Gewaltexzessen und Paris, Grenoble oder Marseille sind sicher nicht mit deutschen Städten gleichzusetzen.

Es gibt in den Banlieues keine existierende Zivilgesellschaft mehr

Es gibt in Frankreich, zugespitzt, inzwischen eine Monokultur der muslimischen Zuwanderer auf der einen und den französischen Staat auf der anderen Seite, der, gerade weil die meisten arabischen Migranten davon abhängig sind, zutiefst verachtet wird. Polizei, Feuerwehr, Ärzte, Krankenhäuser und Schulen sind dabei die beliebtesten Angriffsobjekte der Gangs, da sie den verhassten französischen Staat verkörpern. Es gibt in den Banlieues keine existierende Zivilgesellschaft mehr, sondern ethnische und religiöse Bindungen, die bürgerkriegsähnliche Zustände erzeugen und wo insbesondere junge Frauen keinen staatlichen Schutz mehr erfahren.

Es gibt in den hauptsächlich arabischstämmigen Gangs keinerlei Reue für die abscheulichsten Taten an Mädchen und Frauen, im Gegenteil, man brüstet sich noch damit und steigt im Ansehen seiner Spießgesellen. Hierzulande hat das Buch von Bellil kaum einer wahrgenommen. Man war wieder viel mehr damit beschäftigt, die Gewaltausbrüche in den französischen Banlieues als Ausdruck diskriminierender Erfahrungen, fehlender Chancengleichheit und sozialer Benachteiligung zu erklären. Schuld an den Randalen und der exzessiven Gewalt war wie immer die (französische) Mehrheitsgesellschaft, die Täter waren einmal mehr nur Opfer der Umstände, ohne eigenen Willen oder Verantwortung.

III.

Ähnliche Verhältnisse wie in den französischen Vorstädten finden wir heute in Teilen der einstigen sozialdemokratischen Musterländer Dänemark, Schweden und Norwegen, wo Vergewaltigungen und sogenannte Gang Rapes mit der steigenden Zahl von (muslimischen) Einwanderern exorbitant zugenommen haben, ohne dass irgendeine nennenswerte staatliche Reaktion darauf folgte. Die Vergewaltigungsrate ist in Schweden inzwischen eine der höchsten der Welt. Dass die wenigen Kritikerinnen dieser Zustände, vor allem engagierte Frauenrechtlerinnen in Schweden oder Dänemark, als Rassistinnen bezeichnet werden und kaum jemand wagt sich öffentlich dazu zu äußern, ist ein Indiz für die bereits tief verankerte Tabuisierung der Folgen einer ungeregelten Zuwanderung und der Angst als „rechts“ stigmatisiert zu werden, wenn Minderheiten in ein negatives Licht rücken. Man muss hier unwillkürlich an die Vorfälle in Rotherham denken, wo von 1997-2013 etwa 1400 britische Kinder und Jugendliche durch pakistanische Banden systematisch vergewaltigt und missbraucht wurden, ohne dass Polizei oder Sozialarbeiter es wagten rechtzeitig an die Öffentlichkeit zu gehen, aus Angst als rassistisch zu gelten.

Die üblichen Relativierungsrituale: „Das kommt genauso oft auch in unserer Kultur vor“

Rotherham ist aber nur ein Beispiel für überwiegend muslimische Gangs die in Großbritannien gezielt Mädchen, vor allem aus der britischen Unterschicht, als Opfer auswählen (sogenanntes Grooming). Jeder Leser kann sich im Internet dazu einfach informieren, so er denn will. Oxford, Rochdale, Derby – praktisch immer waren die Täter britische Pakistaner oder wie in einem Ende November 2014 verhandelten Fall in Bristol somalische Einwanderer. Man darf vermuten, dass die Täter schon alleine aus Selbstschutzgründen einen weiten Bogen um junge Frauen aus der eigenen ethnischen Gruppe machen, deren männliche Familienmitglieder auch einmal zu robusteren Mitteln greifen wenn die familiäre Ehre verletzt wurde.

Von Seiten der Multikulturalisten werden Vorkommnisse wie die in Rotherham entweder schnell unter den Teppich gekehrt, die üblichen Relativierungsrituale: Armut, soziale Ausgrenzung, Reaktionen auf fehlende Anerkennung und Respekt, „kommt genauso oft auch in unserer Kultur vor“ et cetera, abgehalten oder die Überbringer der negativen Botschaft als Rassisten diffamiert, die nur Vorurteile über Minderheiten schüren wollen. Dass die Straftaten von sog. Flüchtlingen nicht in die Öffentlichkeit gelangen sollten, wie nun in der Nachfolge der Diskussionen rund um Köln publik wurde, zeigt nur einmal deutlich, was viele zu Recht schon lange vermutet hatten: dass hierzulande eine politisch verordnete Zensur herrscht. Auch in Schweden verheimlichte die Polizei, wie mehrere Zeitungen nach den Vorfällen in Köln berichteten, die sexuellen Übergriffe von afghanischen Asylanten auf Festivalteilnehmerinnen in Stockholm. Es waren aber sicher nur ein paar harmlose „Grabscher“ wie uns Jakob Augstein nach Köln klar machte.

Die größte Sorge der Tugendwächter war und ist jetzt, dass nun alle „Ausländer“ pauschal (wer tut das?) nach den Vorfällen in der Silvesternacht verdächtigt werden könnten. Im Vorfeld einer Demonstration hatte etwa Sonja Ziegler, Sprecherin von „Köln gegen Rechts“, klargestellt, „dass die gewalttätigen, sexuellen Übergriffe an Silvester durch nichts zu entschuldigen seien“ (warum muss das betont werden?). Gleichzeitig wird aber Pegida unterstellt, „weitgehend selbst aus sexistischen und gewalttätigen Milieus“ zu entstammen. Ihr Aufschrei diene nur dem Zweck „eine rassistische Stimmung gegen alle Migranten und Flüchtlinge zu schüren.“ Wahrscheinlich – und um die Argumentation weiter zu führen – haben Pegida und die AfD-Wähler schon sehnsüchtig darauf gewartet, dass ihre Töchter von arabischen Banden vergewaltigt werden um endlich einmal ihre (unberechtigten) Ressentiments ausleben zu können. Solche Stimmen lassen einen nur noch ratlos zurück, finden sich aber, nach einer ersten Phase der Schockstarre, gehäuft in den Kommentarspalten der großen Zeitungen. Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

Die Position der Frau markiert die entscheidende Differenz zwischen dem Westen und den islamischen Gesellschaften

Einen kulturellen Unterschied, etwa in Bezug auf die Stellung der Frau, zu behaupten macht einen eben schnell zum Rassisten, auch wenn noch so viele Fakten dafür sprechen. Der Doyen der Islamwissenschaften, Bernhard Lewis, Professor an der Princeton University, sieht in der Position der Frau denn auch die entscheidende Differenz zwischen dem Westen und den islamischen Gesellschaften. Sie wird seiner Meinung nach in ihrer Bedeutung aber noch immer unterschätzt: „The status of woman, though probably the most profound single difference between the two civilizations, atttracted far less attention than such matters as guns, factories and parliaments.“

IV.

Ob das Aufbrechen der über Jahre verfestigten Tabus, die üblichen Sprechblasen der Verantwortlichen, der Ruf nach härteren Gesetzen oder ihrer Anwendung, nun tatsächlich zu einer Änderung und einer offeneren Diskussion führen wird, ist fraglich. Jeden Tag kommen, und das scheinen aktuell viele zu vergessen, zigtausende Einwanderer dazu, in den allermeisten Fällen keine Flüchtlinge. Sehenden Auges steuert Deutschland seit dem September 2015 auf eine nicht mehr beherrschbare Lage zu. Der deutsche Rechtsstaat ist bereits in Teilen nicht mehr fähig seine Bürger vor den gewalttätigen Übergriffen zugewanderter Gruppen zu schützen. Dass darunter auch sogenannte Schutzsuchende sind, mag wirklich nur die naivsten Zeitgenossen überraschen. Zumindest sind mit Beginn des Jahres 2016 aber einige hartnäckige Denktabus gefallen, bis vor kurzem galt es ja in jedem Fall als rassistisch Flüchtlinge und Kriminalität überhaupt in einem Satz zusammen zu nennen (für die ganz Korrekten: nein, nicht alle Flüchtlinge sind deswegen kriminell!)

Alarmierende Anzeichen, wie die täglichen Meldungen über ausverkauften Pfefferspray, dem verstärkten Kauf von Reizgas und Schreckschusswaffen, der Zunahme an Waffenscheinen oder der Zuwachs an Überwachungselektronik, zeigen, dass der Einzelne nicht mehr länger auf das Gewaltmonopol des Staates vertraut. Eine fatale Entwicklung, denn die (relative) Sicherheit in den großen Städten Deutschlands, aber auch in den ländlichen Regionen, beginnt langsam zu verschwinden. Die einzige Maßnahme die faktisch notwendig wäre, nämlich die Schließung und Kontrolle der deutschen Grenzen, ist bis heute nicht einmal ansatzweise denkbar. So erklärte der CSU-Entwicklungsminister Gerd Müller vor kurzem: „Wir können keine Zäune um Deutschland und Europa bauen.“ Eine solche Aussage hätte man eigentlich von einem grünen Politiker erwartet.

Es spricht wenig dafür, dass man Recht und Gesetz zurückkehrt

Absurder wird das Ganze noch bei dem gleichzeitigen Bemühen der politisch Verantwortlichen, die viel komplexere EU-Außengrenze schützen zu lassen, das Problem also geografisch und politisch auf andere Akteure (etwa die nun zu allen Erpressungen aufgerufene Türkei) zu verlagern. Man muss kein Hellseher sein um diese Idee, ähnlich wie die Quotenlösung (Verteilung der Einwanderer auf alle europäischen Staaten) oder die laut angekündigten Massenabschiebungen, als bloße Schimäre abtun zu können. Im Prinzip müsste Deutschland „nur“ zur ausnahmslosen Anwendung von Recht und Gesetz zurückkehren. Dafür spricht aber wenig.

Letztendlich lässt mich die seit September vergangenen Jahres stattfindende Dynamik immer ratloser zurück. Es fehlt mir inzwischen jegliche Phantasie noch einen Ausweg aus der momentanen Lage zu finden.

Die beiden Todsünden der Politik sind nach Max Weber „Unsachlichkeit“ und – damit oft identisch – „Verantwortungslosigkeit.“ Solange die politischen und medialen Eliten die Folgen einer jahrzehntelangen ungesteuerten Zuwanderungspolitik bagatellisieren und jegliche Form der Kritik diskreditieren, wird die Legitimation des politischen Systems mehr und mehr erodieren. Mit allen schon jetzt beobachtbaren Folgen eines beginnenden Failed State.

 

Dr. Alexander Meschnig ist Psychologie, Politikwissenschafter und Publizist. Er lebt seit Anfang der 90er Jahre in Berlin.

 

 

 

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