Archiv der Kategorie: Pressekodex

Polizeibericht vs. Presseartikel

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Polizeibericht:

Fulda  – Junge Frau sexuell belästigt

Fulda – Bereits am Freitag (23.10.) wurde eine junge Frau in der St.-Vinzenz Straße sexuell belästigt. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen der Polizei, war die 18-Jährige mit einer Begleiterin gegen 10.30 Uhr zu Fuß unterwegs. Plötzlich näherte sich den beiden Frauen ein 57-jähriger Syrier, der derzeit in der Nähe untergebracht ist. Er umarmte die Geschädigte und berührte sie an ihrer Oberbekleidung. Aufgrund der heftigen Gegenwehr der Heranwachsenden ließ der Täter von ihr ab und die beiden Frauen konnten flüchten. Die Polizei ermittelt wegen Nötigung und sexueller Belästigung.

Und so steht es in der Fuldaer Zeitung: 

57-Jähriger belästigt junge Frau sexuell
Fulda – Am Freitag ist eine junge Frau in der St.-Vinzenz Straße sexuell belästigt worden. Die 18-Jährige war gegen 10.30 Uhr mit einer Freundin unterwegs, als sie von einem 57-jährigen Mann umarmt und an der Oberbekleidung berührt wurde.

Wie die Polizei am heutigen Mittwoch mitteilte, ereignete sich die sexuelle Belästigung bereits am Freitag. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen war die 18-Jährige mit einer Begleiterin zu Fuß in der St.-Vinzenz Straße unterwegs. Dort näherte sich den Frauen ein 57-jähriger.

Er umarmte die 18-Jährige und berührte sie an ihrer Oberbekleidung. Aufgrund der heftigen Gegenwehr der Heranwachsenden ließ der Täter von ihr ab, und die beiden Frauen konnten flüchten.

Die Polizei ermittelt gegen den 57-Jährigen wegen Nötigung und sexueller Belästigung.

Hinweise bitte an das Polizeipräsidium Osthessen unter Telefon 0661/1050, jede andere Polizeidienststelle oder die Onlinewache unter www.polizei.hessen.de.

Anmerkung der Redaktion:
In der ursprünglichen Mitteilung der Polizei war das Herkunftsland des Mannes erwähnt. Die Redaktion verzichtet auf die Nennung, da dies gegen Ziffer 12 des Pressekodex verstoßen würde. Darin heißt es, dass die Nationalität eines Verdächtigen nur dann erwähnt werden sollte, „wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht“.


 

Kommentar: Hier wird im Artikel selbst auf den Pressekodex verwiesen. Das kann man auch so interpretieren, dass sich der Redakteur dachte: Leute, ich darf nicht schreiben, dass der Tatverdächtige kein Deutscher ist, aber ich gebe euch wenigstens einen Hinweis darauf. Ob es so ist, weiß nur der Verfasser des Artikels.

 

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Der Pressekodex

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Der Pressekodex ist eine Sammlung journalistisch-ethischer Grundregeln, die vom deutschen Presserat stammen und den Charakter einer freiwilligen Selbstverpflichtung haben.

Für uns ist folgender Passus interessant:

12.1 Berichterstattung über Straftaten
In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht.
Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.

Diese Ziffer 12.1 nehmen viele Zeitungen zum Anlaß, in der Berichterstattung systematisch zu verschweigen, dass der Tatverdächtige einen Migrationshintergrund hat, bzw. Asylbewerber ist.

Nun muss man unterscheiden zwischen Vorurteil und Urteil. Wenn Ausländer oder Deutsche mit einem Migrationshintergrund nicht häufiger in der Kriminalstatistik vertreten wären, als es ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung begründen würde, wäre die Ziffer 12.1 des Pressekodex eigentlich überflüssig.

Das ist aber nicht der Fall. Nach einer Statistik aus dem Jahr 2012 waren im baden-württembergischen Strafvollzug 29% der Häftlinge Ausländer, bei einem Anteil an der Gesamtbevölkerung von 12,1%. Die Deutschen mit Migrationshintergrund sind da noch gar nicht erfasst. Baden-Württemberg wurde deshalb ausgesucht, weil es bei der Internetrecherche gleich als erstes kam. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Zahlen in den anderen Bundesländern auch nicht anders aussehen.

Warum wurden hier die Häftlingszahlen veröffentlicht und nicht die aktuelle Kriminalstatistik? Ganz einfach: Weil die letzte im Netz verfügbare Kriminalstatistik, die so aufgegliedert ist, dass man herauslesen kann, wieviele der Tatverdächtige Nichtdeutsche sind, aus dem Jahr 2006 stammt. Warum ist das so? Vermutlich deshalb, weil so eine Statistik nicht mehr politisch gewollt ist.

Kriminalstatistik


Kommentar: Ich bin der Meinung, der Zeitungsleser hat ein Recht darauf, zu erfahren, was in seinem Land vorgeht. Deshalb hat er sich schließlich die Zeitung gekauft. Und wenn jemand wegen einer schweren Straftat festgenommen wurde, dann will ich nicht nur wissen, ob Männlein oder Weiblein und wie alt, ich will verdammt nochmal auch wissen, wo er herkommt!

Wenn Sie, lieber Besucher unserer Seite, entdecken sollten, dass Ihre Lokalzeitung diese Information in der Berichterstattung wieder einmal verschwiegen hat, schicken Sie es uns und wir veröffentlichen es!


 

 

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Wieder einmal: Polizeibericht vs. Mainstream Presse

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Polizeibericht:

 

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