Talkshows und die AfD

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Eine Portion Leidensfähigkeit kann nicht schaden, wenn man sich als konservativ eingestellter Fernsehkonsument die diversen Talkshows in den öffentlich-rechtlichen Kanälen anschaut. Ganz besonders gilt dies für Mitglieder der AfD, wenn sie an solchen Diskussionsrunden selbst teilnehmen, so wie es Jörg Meuthen am 28. Jan. bei Maybrit Illner im ZDF erfahren musste.

Sie müssen nämlich damit rechnen, in gleicher Weise an den Pranger gestellt zu werden, wie man dies im Mittelalter mit Verbrechern getan hat. Heute kann man diese Leute nicht mehr anspucken oder mit Dreck bewerfen, heute tut man das subtiler und in verbaler Form.

So ist ein beliebtes Mittel, einen Diskussionsteilnehmer mittels Einspieler mit aus dem Zusammenhang gerissen Aussagen zu konfrontieren, die im aufgeheizten Klima von Demonstrationsveranstaltungen Politiker von sich gegeben haben und meisten auch durchaus grenzwertig sind. Merkwürdigerweise trafen diese Einspieler regelmäßig nur den Diskussionsteilnehmer von der AfD.

Ein beliebtes Mittel für dieses Haberfeldtreiben ist auch, Zitate von AfD-Mitgliedern auszudrucken und in der Talkrunde dem AfD-Vertreter vor die Nase zu halten. So zuletzt geschehen durch Claudia Roth von den Grünen in der Runde von Maybrit Illner. Erklärungsversuche von Jörg Meuthen von der AfD waren chancenlos, zumal es den CDUler Thomas Strobl so in Rage brachte und er deshalb sechsmal hintereinander Belege für diese Erklärungsversuche forderte.

Da ging auch völlig unter, dass Jörg Meuthen darauf hinwies, dass Frau Roth an Demonstrationen teilgenommen hat, bei denen Plakate mit Aufschriften wie „Deutschland verrecke!“ oder „Deutschland ein mieses Stück Scheiße“ mitgetragen wurden. Frau Illner wechselte sofort das Thema.

Manche Christen werden sich vielleicht über die allgemeine Empörung und die moralische Entrüstung gewundert haben, als Jörg Meuthen es als eine überlegenswerte Sache bezeichnet hat, die verfolgten Christen bevorzugt aufzunehmen. Offenbar ist es an diesen Hütern der religiösen Neutralität vorbei gegangen, dass christliche Kirchen reihenweise zerstört und Christen verfolgt und zu zigtausenden umgebracht werden und zwar ausschließlich durch Muslime. Warum diese Tatsache gerne unter den Teppich gekehrt wird, bleibt das Geheimnis derer, die ansonsten für verfolgte Minderheiten vehement eintreten.

Lisa, die Blattlaus

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