Türkischer Außenminister redet Klartext

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Nach den Parlamentswahlen in den Niederlanden hat der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu mit einem Glaubenskrieg in Europa gedroht.

“Ihr führt Europa einem Abgrund entgegen”, sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu im südtürkischen Antalya nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu vom Donnerstag. “Bald könnten in Europa auch Religionskriege beginnen, und sie werden beginnen”.

Zu den Parlamentswahlen in den Niederlanden sagte er: “Zwischen den Sozialdemokraten und dem Faschisten (Geert) Wilders besteht überhaupt kein Unterschied, alle denken gleich.”

Cavusoglu kündigte zudem weitere Schritte gegen die Niederlande an und sagte: “Wir können uns mit denen nicht befassen, als wären wir Schmarotzer. Der Türke ist nirgendwo ein Schmarotzer.”

Europa werde schon lernen, wie man mit der Türkei umzugehen habe, sagte Cavusoglu weiter. Ansonsten werde die Türkei es Europa beibringen. “Ihr werdet von Eurem befehlenden Diskurs absehen. Die Türkei befiehlt”, sagte er.

Die Türkei sei die “Umma”, die weltweite Gemeinschaft von “zwei Milliarden” Muslimen. “Deshalb könnt Ihr mit der Türkei nicht im Befehlston sprechen. Ihr müsst anständig reden, Ihr könnt um etwas bitten.”

Kommentar: Jetzt reden die Türken allmählich Klartext. In allen bedeutenden europäischen Ländern gibt es bereits große türkische Gemeinden, die ganze Stadtteile beherrschen. Die Nordrhein-Vandalen spielen sogar mit dem Gedanken, Ausländern das Wahlrecht zu geben. Da braucht es nur ein Fingerschnippen von Erdogan und dann legen Tausende los. Erdogan hat bei den Auslandstürken prozentual sogar noch mehr Anhänger als bei den Türken zuhause. Wie sagte doch Helmut Kohl bei seinem Amtsantritt als Bundeskanzler 1982  zu Margret Thatcher: Die Zahl der Türken in Deutschland müsse um die Hälfte reduziert werden. Auch Helmut Schmidt hat ähnliches geäußert. Damals schon, und da hatten wir im Vergleich zu heute noch kaum welche. Wenn zwei Bundeskanzler vor Jahrzehnten die Türken in Deutschland schon als Bedrohung wahrgenommen haben, was sind sie dann heute, wo es zehnmal soviel gibt?

 

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3 thoughts on “Türkischer Außenminister redet Klartext

  1. Wer meint, man könne die Hetzereien Erdogans und seiner Marionetten-Truppe pauschal “den” Türken in Deutschland anhängen, der kennt diese nur aus einschlägigen Internetportalen und Ähnlichem. Und er betreibt vor allem das Geschäft der Erstgenannten, ganz im Gegensatz zu den vielen türkischen und türkischstämmigen Demokraten in Deutschland, die sich dem Despoten und seinen Bejublern und Hudlern entschieden entgegenstellen.

    1. Stimmt. Am 18.03. haben in Frankfurt 30.000 davon vom demokratischen Recht auf Versammlungsfreiheit Gebrauch gemacht und gegen Erdogan protestiert. Bedauerlicherweise habe aber „ein nicht unerheblicher Anteil“ verbotene Symbole zur Schau gestellt, so die Polizei.

      1. Es wurden bei der friedlichen Großdemonstration auch etliche PKK-Embleme und Porträts von Abdullah Öcalan mitgeführt. Somit gab es “ein[en] nicht unerhebliche[n] Anteil” an Verbotsverstößen. Wir, die wir daran gewohnt sind, Straßenverkehrsordnung, Vereinssatzung und Polizeivorschrift getreulich einzuhalten, nehmen daran natürlich Anstoß. Ein Bürgerkrieg, wie ihn die türkische Armee in den Kurdengebieten führt oder wie ihn die britische Armee in Nordirland führte, beeinflusst allerdings bei dem einen oder anderen mittelbar oder unmittelbar Betroffenen auch die Rechtsperspektive. Da kam es dann schon einmal vor, dass der eine oder andere brave nordirische Katholik völlig rechtswidrig und abscheulicherweise eine verbotene IRA-Parole sprühte. Dank Friedensprozess saßen dann später ehemalige Paramilitärs in der nordirischen Regierung. Erdogan hätte es in der Hand gehabt, einen vergleichbaren Weg mit den Kurden zu gehen. Da er das nicht tat, wird die brave deutsche Polizei bei Kurdendemonstartionen wohl noch länger hin und wieder verbotene Symbole zu beschlagnahmen haben, so schockierend das für uns auch sein mag.

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