Lesermeinung zum Kommentar von H. Maier-Mannhart am 4.2. im Straubinger Tagblatt

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Mein Lieber Herr Maier-Mannhart, würde Hannes Burger sagen, da haben Sie in Ihrem Kommentar aber wieder richtig vom Leder gezogen, nur ob das bei den Lesern so ankommt wie Sie das wünschen, das ist doch sehr die Frage.

Ich möchte es gleich voraus schicken, ich habe weder mit der AfD noch mit sonstigen rechts gerichteten Parteien etwas am Hut, aber je öfter ich solche Kommentare wie den Ihrigen in der Ausgabe vom 4. Febr. lese, desto mehr tun mir diejenigen Leid, die wegen ihrer anders gerichteten politischen Orientierung stigmatisiert werden und die man auszugrenzen versucht, wie man es schon einmal mit einem Teil unserer Gesellschaft getan hat. Nur mit diesem Stil bringen Sie mich und viele andere zum Nachdenken in der Wahlkabine.

Natürlich darf man dann solche Mitbürger als Schmuddelkinder und Rattenfänger bezeichnen, nur wenn einige davon das Wort „Lügenpresse“ in den Mund nehmen, dann ist der Aufschrei und die Betroffenheit riesengroß.

Wenn Sie die Teilnahme von AfDlern an talkshows verdammen, dann sollten sie doch aber auch erkannt haben, dass dort die Behandlung der AfD einem Haberfeldtreiben gleicht, bei dem sich 5 gute Menschen samt Moderatorin ja geradezu blutrünstig auf den Einzelkämpfer stürzen. Ein beliebtes Mittel ist dabei, den AfDler mit Einspielern zu konfrontieren, die aus teils hitzigen Reden im Rahmen von Demonstrationen gehalten wurden, aus dem Zusammenhang gerissen und durchwegs auch grenzwertig sind. Auch so kann mit einem unliebsamen, politischen Gegner umgehen.

Auch in ihrem Kommentar sprechen Sie von der „Schießbefehl-Debatte“ und verwenden damit diesen gerne gebrauchten Begriff, um die Frau Petry zu verunglimpfen und sie bewusst in ein falsches Licht zu rücken. Wenn Sie das in Unkenntnis der wirklichen Aussagen der Frau Petry tun, dann will ich Ihnen gerne den Text des Interviews hier einfügen und gleich dazu sagen, dass ich das hinterhältige Fragen des Journalisten für sehr bezeichnend halte und dass die Reaktionen auf diese Aussagen unsäglich waren. Aus den folgenden Antworten die Schlagzeile zu konstruieren, Frau Petry will auf Flüchtlinge und Kinder schießen lassen, ist doch bei aller Abneigung an Bösartigkeit und Falschheit nicht mehr zu überbieten.

Hier die Fragen und die Antworten:

Interview mit Frauke Petry mit dem Mannheimer Morgen am 1.2.2016:

MM: Was passiert, wenn ein Flüchtling über den Zaun klettert?

Petry: Dann muss die Polizei den Flüchtling daran hindern, dass er deutschen Boden betritt.

MM:Und wenn er es trotzdem tut?

Petry: Sie wollen mich schon wieder in eine bestimmte Richtung treiben.

MM: Noch mal, wie soll ein Grenzpolizist in diesem Fall reagieren?

Petry: Er muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz.

MM: Es gibt in Deutschland ein Gesetz, das einen Schießbefehl an der Grenze enthält?

Petry: Ich habe das Wort „Schießbefehl“ nicht benutzt. Kein Polizist will auf einen Flüchtling schießen, auch ich nicht. Aber zur Ultima Ratio gehört der Einsatz von Waffengewalt.

Merken Sie die Hinterhältigkeit, mit der jemand aufs Glatteis geführt wird, um daraus die gewünschte Schlagzeile ableiten zu können. Hätte man dem Bürger nicht nur auszugsweise und falsch über dieses Interview informiert, die Aufregung wäre wohl nicht so gekommen. Es wäre wahrscheinlich so unbeachtet geblieben, wie das Interview von Boris Palmer, über dessen Inhalt ich Sie auch informieren möchte:

Schwäbisches Tagblatt vom 22.10.2015:

Auszug aus dem Interview mit dem Tübinger OB Boris Palmer:

Der Grünen-Politiker plädiert darüber hinaus dafür, die EU-Außengrenzen zu schließen, notfalls bewaffnet.

Ich kann Sie sicher nicht überzeugen, aber der Bürger erkennt schon, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird, manche werden diese ungleiche Gewichtung als bewusste Irreführung oder als noch schlimmer empfinden.

Ich habe mir die Mühe gemacht und ausnahmsweise auf einen Kommentar reagiert. Wahrscheinlich hat er das Fass zum Überlaufen gebracht, nachdem ich gestern einen Kommentar zu diesem Thema in den ARD-Tagesthemen gehört habe, wo der Kommentator sinngemäß sagte: Ich möchte nicht, dass auf meine Kinder geschossen wird und deshalb möchte ich auch nicht, dass wir auf andere Kinder schießen.

Wenn ein solch emotionaler, plumper demagogischer Stil nun das Kennzeichen für unsere Kommentatoren wird, dann gute Nacht journalistischer Qualitätsanspruch.

(…)

Übrigens empfehle ich Ihnen die „Zeit“ zu lesen, in der der Uni-Präsident Thomas Strathotte fordert, dass für alle Schulkinder der verpflichtende Arabisch-Unterricht eingeführt werden soll. Vielleicht sollten Sie darüber auch einen Kommentar schreiben, ich bin gespannt, wie Sie uns diesen Wandel in unserer Gesellschaft schmackhaft machen werden.

(Name und Adresse sind der Redaktion bekannt).

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1 thought on “Lesermeinung zum Kommentar von H. Maier-Mannhart am 4.2. im Straubinger Tagblatt

  1. Ich bitte um die arabische Version von zuwanderung.net Das sollte in einer Zeit wie dieser schon drin sein ,-) — der Uni-Mann hat doch nicht alle Latten am Zaun. Abgesehen davon, dass unser Schulsystem, inkl. der Lehrpläne, nicht gerade das beste ist, sollte dieser “gute Mensch” etwas nützliches tun – Die Klappe halten.
    Man könnte schmunzeln, wenn der 1te April wäre. So ist´ s nur geistiger Dünnschi..

    Mein Hals wird immer dicker. Nicht mal ein Wald in der Nähe, in denen ich zum Schreien laufen könnt.
    Obwohl: Vier Wörte würde ich gern lernen…Zurück in die Heimat.

    In diesem Sinne…schönes Wochenende, möge Gott mir uns sein. Und natürlich auch Allahschka und Mohammedtinchen und wie sie alle heißen.
    (LOLchen)

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