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Gauland und Boateng

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Der stellvertretenden AfD Vorsitzenden Gauland soll in einem Interview über den Fußballer Jerome Boateng gesagt haben:  “Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.”

Dass die deutschen Leitmedien frustriert sind, weil die AfD  trotz permanenter negativer Berichterstattung Wahlerfolge feiert, dürfte klar sein. Was liegt da näher als der Versuch, eine besonders engagierte Bevölkerungsgruppe, nämlich die Fußballfans, gegen die AfD aufzubringen. Dies dürfte wohl der Hintergrund des umstrittenen Interviews gewesen sein.

Allerdings haben sich die Medien da ein unglückliches Beispiel ausgesucht, denn in Kenntnis der Fakten wird es wohl tatsächlich viele geben, die “einen Boateng” nicht zum Nachbarn haben wollen. Sie werden nicht den Jerome Boateng wollen, dessen Aggressionsmanagement so dürftig ist, dass er im Training einem  Mannschaftskameraden (Balotelli) an die Gurgel geht und sich ansonsten in schon fast schöner Regelmäßigkeit mit ihnen prügelt (Streit, Lewandowski), sie wollen gewiss auch nicht  seinen älteren Bruder George Boateng, den Kampfhundezüchter, der wegen Körperverletzung und anderer Delikte schon acht Monate gesessen ist und wahrscheinlich auch nicht dem anderen Bruder und Fußballstar Kevin-Prince Boateng, der rechtskräftig verurteilt wurde, weil er in Berlin 13 Autos am Stück demolierte und zudem ähnliche Aggressionsprobleme hat wie seine beiden Brüder. Nein, diese Boatengs möchte ich auch nicht als Nachbarn!

Da hätten die Reporter wohl besser Roberto Blanco als Beispiel nehmen sollen, um Gauland dranzukriegen. Aber Blanco spielt leider nicht Fußball.

Abschließend noch ein paar Worte zum Leserbrief des Herrn Wiesner. Er vertritt die Auffassung, dass “wir uns die bisherigen Asylanten locker leisten können” und etwas mehr Zufriedenheit angebracht wäre. Diese Sichtweise erinnert mich an einen Mann, der vom Dach eines 20-stöckigen Hochhauses stürzt und beim Fall auf Höhe des 5. Stockwerks das Resümee zieht, dass es ihm immer noch ziemlich gut geht.

Lothar Pollok, Landshut

 

 

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